16 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Erster Einsatz von Jordanien aus

Anti-Terror-Kampf Erster Einsatz von Jordanien aus

Der Umzug der deutschen Soldaten von der türkischen Basis Incirlik zum jordanischen Luftwaffenbasis Muwaffaq Salti Air Base hat begonnen. Am Dienstag ist erstmals ein Tankflugzeug der Luftwaffe zur Versorgung der Koalitions-Einheiten von Jordanien aus gestartet.

Voriger Artikel
Kampf um Pferdesteuer in nächster Runde
Nächster Artikel
Neue Prognose: Viel mehr Wohnungen nötig

Ein Tornado auf dem Flugfeld des türkischen Stützpunktes Incirlik.

Quelle: Oliver Pieper/dpa

Jagel. Der Flugbetrieb der Luftwaffe von der jordanischen Luftwaffenbasis in Al Asrak hat am Dienstag begonnen. Der bislang im türkischen Incirlik stationierte Airbus A310 MRTT ist nach der Verlegung nach Jordanien am Dienstagmorgen zu seinen ersten Einsatz gestartet. Während eines mehrstündigen Betankungsflugs gab die deutsche Maschine nach Mitteilung des Einsatzführungskommandos in Potsdam Treibstoff an Koalitionsflugzeuge im Operationsgebiet über Syrien und Irak ab. Nach Abschluss der Treibstoffversorgung aus der Luft landete das Tankflugzeug danach wieder auf der jordanischen Muwaffaq Salti Air Base nahe der Wüstenstadt Al Asrak.

Die Verlegung nach Jordanien war im Juni vom Bundestag beschlossen worden, da die Türkei keine Besuche durch Bundestagsabgeordnete in der Basis Incirlik erlaubt hatte. Während der Airbus bereits wechseln konnte, wird die Verlegung der 60 Soldaten des Taktischen Luftwaffengeschwaders 51 „Immelmann“ aus Jagel mit den beiden Tornado-Kampfflugzeugen von Incirlik nach Jordanien noch bis Ende September dauern. „Die beiden Flugzeuge sind derzeit noch bis Ende Juli im Flugplan“, so eine Sprecherin des Einsatzführungskommando. Danach werden die beiden Tornado-Kampfjets zunächst zurück nach Schleswig-Holstein fliegen. Der Grund ist die Verlegung der Ausrüstung für die deutsche Bodenstation zur Luftbildauswertung. Da es nicht genügend Lufttransport-Kapazität in der Bundeswehr gibt, wird ein großer Teil der Ausrüstung in Container per Seetransport nach Jordanien überführt.  „Wir gehen im Moment davon aus, dass der Flugbetrieb Ende September dort aufgenommen werden kann“, so die Sprecherin des Einsatzführungskommandos.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

Mehr aus Nachrichten: Schleswig-Holstein 2/3