21 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Marine wagt den Schulterschluss

Kooperation Marine wagt den Schulterschluss

Was auf politischer EU-Ebene gerade schwierig ist, läuft auf militärischer Ebene mit großer Dynamik. Die Kooperation kommt voran. Zentrales Bindeglied sind dabei die Marinestandorte der Bundeswehr in Schleswig-Holstein. Mit Dänemark und den Baltischen Staaten soll stärker zusammengearbeitet werden.

Voriger Artikel
Stochern im Pottwal-Magen
Nächster Artikel
Streit um deutsche Ortsnamen in Dänemark schwelt

Die dänische Marine will die Besatzungen ihrer Fregatten jetzt in Deutschland ausbilden lassen.

Quelle: Frank Behling

Eckernförde/Neustadt. Wie die Marine mitteilt, wurde jetzt bei der Tagung der Marinekommandeure der EU-Staaten der Ostsee eine noch deutlich engere Kooperation mit Dänemark und den Baltischen Staaten vereinbart. Eingebunden sind dabei die Standorte Neustadt, Eckernförde und Flensburg-Mürwik.

 Dabei rücken besonders die Nato-Partner näher an Schleswig-Holstein. Die dänische Marine wird zukünftig all ihre Schiffe zur Ausbildung ins ostholsteinische Neustadt schicken. Beim Marinekommando in Rostock wurde ein entsprechendes „Tactical Agreement“ zwischen Dänemark und Deutschland unterzeichnet. Dabei wurde festgelegt, dass die dänische Flotte zukünftig am Einsatzausbildungszentrum Schadensabwehr der Marine (EAZSM) in Neustadt in der Bewältigung von Gefahrensituationen trainiert wird. Leckabwehr, Brandbekämpfung, Treffer von Minen oder Notfälle sollen die dänischen Soldaten mit ihren Einheiten in Neustadt üben. Im vergangenen Jahr hatte die dänische Marine die brandneue Fregatte „Peter Willemoes“ zur Ausbildung nach Neustadt geschickt. Dieser Testlauf ist sehr erfolgreich verlaufen. Die größeren Einheiten nutzten dabei Kiel mit dem Marinestützpunkt als Basishafen für die Vor- und Nachbereitung der Ausbildung.

 Als weiterer Programmpunkt wurde bei der Tagung die Ausbildung von bis zu sieben Offiziersanwärtern aus Lettland, Litauen und Estland an der Marineschule in Mürwik (Flensburg) beschlossen. Die Marine Estlands bekommt im Herbst Unterstützung aus Deutschland: Der Schnellboottender „Elbe“ wird Estland als Flaggschiff für den Nato-Minenabwehrverband 1 zur Verfügung gestellt.

 Die weitreichendste Kooperation startet am Montag: Dann werden Soldaten des Seebataillons aus Eckernförde erstmals an Bord des niederländischen Mehrzweckschiffes „Karel Doorman“ eingeschifft. Die Spezialeinheit der Marine aus Eckernförde soll auch auf den niederländischen Schiffen eingesetzt werden. Da die deutsche Marine nicht über geeignete Schiffe verfügt, hatte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen am 4. Februar in Amsterdam an Bord der „Karel Doorman“ einen Kooperationsvertrag unterzeichnet.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Das THW-Magazin

Erfahren Sie mehr!
Einblicke hinter die
Kulissen des THW-Kiel

KN-KSV-Liveticker

Verfolgen Sie alle Spiele von Holstein Kiel im KN-KSV-Liveticker.

Anzeige
ANZEIGE
Mehr aus Nachrichten: Schleswig-Holstein 2/3