25 ° / 17 ° Gewitter

Navigation:
Fünfkampf à la Marine

Eckernförde und Kiel Fünfkampf à la Marine

Mit mehr Wasser, als ihnen lieb war, hatten es Eckernfördes Maritime Fünfkämpfer zum Auftakt ihres Sieben-Nationen-Turniers am Dienstag im heimischen Stützpunkt zu tun. Bei der ersten Diziplin der Soldatenspezialsportart, dem Hindernislauf, sorgten heftige Regenschauer für Unterbrechungen.

Voriger Artikel
Fischer fangen Kieler U-Boot
Nächster Artikel
Wo Menschen besonders oft erkranken

Beim maritimen Fünfkampf ging es ums Ganze.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Eckernförde/Kiel. „Vier Athleten, die vom Regen überrascht wurden, durften ihre Rennen wiederholen“, so der deutsche Trainer Matthias Wesemann. Nicht weniger nasse Bedingungen für den zweiten Wettkampf Lebensrettungsschwimmen in der Kieler Uni-Schwimmhalle. Hier haben die Sportler allerdings andere Herausforderungen, zum Beispiel das Ablegen der Kleidung im Wasser. Noch bis morgen läuft in Eckernförde und Kiel das hochkarätigste Turnier des Jahres, denn in diesem Jahr gibt es keine Weltmeisterschaft.

Am Start sind die drei Topteams der WM 2015 – Titelträger Brasilien, Vizeweltmeister Polen und Bronzemedaillengewinner Deutschland. Daneben wollen auch Dänemark, Finnland, Schweden und die Türkei den von der Eckernförder Sportfördergruppe der Bundeswehr ausgelobten Cup holen. Da der fünffache Einzelweltmeister Wesemann 2015 seine Karriere als aktiver Sportler beendete, befindet sich das zur Weltspitze zählende deutsche Team im Umbruch. Umso mehr freut es Wesemann, dass sich der deutsche Bronzemedaillengewinner im Einzel, Giacomo Gellert, beim Rennen über die zehn Hindernisse gut in Form zeigt. Hinter Kemal Ilcin aus der Türkei (1:51,9 Minuten – 1190 Punkte) und Karol Morek aus Polen (1:55,8 M. – 1171 P.) landete er auf Rang drei (1:58,0 M. – 1160 P.).

Auch ein Deutscher hatte einen verregneten Lauf. Im zweiten Durchgang über Kletternetz und durch den Kriechtunnel nutzt Domenique Bogs seine Chance. Für Bogs bedeutete das Rang 14 unter 31 Startern (2:11,9 M. – 1090 P.). Zusammen mit dem Kameraden Tan-Hieu Mach auf Platz acht (2:07,4 M. – 1113 P.) kamen die besten drei Deutschen so auf Platz drei in der Teamwertung (3363 P.). Vor ihnen lagen die Polen (3435 P.) und die Türken (3368 P.). „Ein Teamplatz unter den ersten Drei ist das Ziel“, so Wesemann.

Beim Lebensrettungsschwimmen wird das Wasser durchgequirlt. Die Sportler müssen nach dem Startpfiff mit Kleidung (Frauen ohne) mindestens 15 Meter weit tauchen, danach wird weiter gekrault. Nach dem Kraul auf der Rückbahn, ziehen sie ihre Kleidung aus. Aus drei Meter Tiefe holen sie dann eine Puppe aus drei Metern Tiefe, die dann eine ganze Bahn transportiert wird. „Das ist das typische Mann-über-Board-Training“, sagt Stabsbootmann Björn Stanislowski, Leiter des Wettbewerbs. Vier Frauen und 31 Männer nehmen an dem Schwimmwettbewerb teil. Ein türkischer Teilnehmer kann wegen einer Verletzung nicht mehr teilnehmen. Petri Lehtinen aus Finnland ist entspannt. „Ich sehe gute Chancen für uns, auch wenn unser Team so klein ist. Die stärksten Athleten sind aber die Polen, denke ich.“ Sein Team besteht nur aus zwei Männern und einer Frau, das türkische Team aus acht Männern. In der Mannschaftswertung werden nur die drei Besten eines Teams gewertet.

Philipp Kühn erreicht den 16. Platz in der Gesamtwertung, den fünften unter den Newcomern. „Ich hab mich ablenken lassen und bin zu spät gestartet“, sagt der Sportsoldat. Mit 1:02 Minuten schwimmt er dennoch persönliche Bestzeit. Bjarne Sörensen ist ebenfalls neu. Der 21-jährige Leistungsturner schwimmt zum ersten Mal mit und erreicht mit 1:10 M. Platz sieben der Newcomer, Platz 22 in der Gesamtwertung Männer. „Fünf Plätze in der Sportfördergruppe haben wir noch frei“, so Björn Stanislowski. „Wir brauchen Nachwuchs!“

Dass der bei der Bundeswehr fehlt, macht sich auch in der Organisation bemerkbar. „Ohne Personalunterstützung aus Eckernförde könnten wir das hier gar nicht schaffen.“

Beste Schwimmerin ist Jèssica Lessa aus Brasilien mit 01:05 Minuten auf 75 Metern. Beste Newcomerin ist die Polin Katarzyna Truszczynska mit 1:08 Minuten. Sieger der Gesamtwertung bei den Männern ist ihr Landsmann Mateusz Kierzkowski, er brauchte 54 Sekunden für die drei Bahnen. Platz Eins der Newcomer belegt der Deutsche Tan-Hieu Mach mit 59 Sekunden.

Am Mittwoch geht das Turnier von 8.30 bis 12 Uhr mit dem Seemannschaftswettbewerb im Stützpunkt weiter.

Von Fatima Krumm und Rainer I. Krüger

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Das THW-Magazin

Erfahren Sie mehr!
Einblicke hinter die
Kulissen des THW-Kiel

KN-KSV-Liveticker

Verfolgen Sie alle Spiele von Holstein Kiel im KN-KSV-Liveticker.

Anzeige
ANZEIGE
Mehr aus Nachrichten: Schleswig-Holstein 2/3