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Grundstein für die neue UKSH-Zentralklinik liegt

Megaprojekt Grundstein für die neue UKSH-Zentralklinik liegt

Startschuss für eines der größten Klinikvorhaben in Europa: Am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) in Kiel wurde am Freitag mit der Grundsteinlegung für eine interdisziplinäre Zentralklinik eine neue Ära eingeläutet.

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Vor dem großen Moment: Ministerpräsident Torsten Albig ( li.), UKSH-Chef Jens Scholz.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Insgesamt 520 Millionen Euro investiert das UKSH in den nächsten fünf Jahren in seine beiden Standorte in Kiel und Lübeck. Am 31. Dezember 2019 sollen in Kiel alle Um- und Neubauten fertig sein, in Lübeck ein Jahr später. Ein privates Konsortium (Vamed AG und Bam Deutschland AG) hat für insgesamt 1,7 Milliarden Euro Neubau, Sanierung und Betrieb für die nächsten 30 Jahre übernommen.

 „Wir legen heute den Grundstein für das größte Bauvorhaben in der Geschichte der Universitätsklinik in Schleswig-Holstein“, sagte UKSH-Chef Jens Scholz. Ziel sei es, die medizinische Maximalversorgung für die Menschen im nördlichsten Bundesland auch künftig nachhaltig sicherzustellen. Gleichzeitig werden die baulichen Voraussetzungen für eine zukunftsweisende Forschung und Lehre geschaffen. Ministerpräsident Torsten Albig bezeichnete während der Feierstunde den „Masterplan“ als „richtigen Weg in die Zukunft“: „Hier entstehen zeitgemäße Gebäude, neue Arbeitsräume und bestmögliche Arbeitsbedingungen für die 13000 UKSH-Mitarbeiter.“

 Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer betonte: „Kiel ist eine maritime Stadt mit hoher Lebensqualität und Forschung auf Weltniveau. Die Erweiterung des UKSH Kiel ist neben der baulichen Entwicklung der Innenstadt ein Meilenstein.“ An Jens Scholz übergab er auch gleich die Baugenehmigung. Sechs dicke Aktenordner waren für das Mammutprojekt nötig. Insgesamt betreut das UKSH im Jahr 450000 Patienten. Jeder sechste Schleswig-Holsteiner lässt sich am Universitätsklinikum behandeln. 1300 Ärzte kümmern sich um das Wohl der Patienten.

 Die neue Zentralklinik soll künftig für kurze Wege, kurze Wartezeiten und kurze Aufenthaltsdauern sorgen. Der sechsstöckige Neubau verfügt über eine Fläche von etwa 63000 Quadratmetern. Er überbaut den sogenannten Roten Platz und wird mit fünf Bettenflügeln parallel an die Bestandsbauten der Chirurgie und des Operativen Zentrums angeschlossen. „Die Bestandsbauten werden voraussichtlich von Mitte 2018 an umfassend saniert“, kündigte Prof. Scholz an. Zeitgleich wurde am Freitag in Kiel der Interimsbau für das neue Mutter-Kind-Zentrum eingeweiht. Insgesamt 56 Bau-Module wurden dafür vorübergehend angeschafft. Wenn der Zentralneubau im Mai 2018 fertig ist, soll der Bereich dort einziehen.

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Ein Artikel von
Kristiane Backheuer
Lokalredaktion Kiel/SH

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Die Redner griffen bei der Grundsteinlegung zu Recht zu Superlativen: In Kiel und Lübeck entsteht einer der größten Krankenhaus-Bauten Europas. Betten auf den Fluren, marode Kliniken, schwierige Krankentransporte – all das soll in wenigen Jahren der Vergangenheit angehören.

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