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Mieser Mai macht Touristen nichts aus

Schleswig-Holstein Mieser Mai macht Touristen nichts aus

Bibbern statt Biergarten — der Mai war vielerorts eine herbe Enttäuschung, was das Wetter betraf. Die Urlauber im Norden konnte das jedoch nicht schrecken. Die seien schließlich unempfindlich, heißt es bei Touristikern. Die Aussichten für den Sommer sind gut.

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Das zumeist schlechte Maiwetter hat keinen negativen Einfluss auf die Nachfrage in Urlaubsorten in Schleswig-Holstein gehabt.

Quelle: Frank Molter

Kiel/Amrum. Das zumeist schlechte Maiwetter hat keinen negativen Einfluss auf die Nachfrage in Urlaubsorten in Schleswig-Holstein gehabt. „Mein Eindruck ist nicht, dass das Wetter der primäre Faktor ist“, sagt Marc Euler von der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (TASH). Der kühle Saisonstart habe keinen Einfluss auf die Buchungslage gehabt. Die Urlauber „wissen, dass es hier frisch ist“. Zwar trage gutes Wetter zu einer perfekten Mischung bei, es spielten aber noch andere Faktoren eine Rolle. Das Image des Nordens präge herberes Wetter: „Frischer Wind gehört dazu.“

„In der Regel sind unsere Gäste wetterfest“, sagt auch Frank Timpe von Amrum Touristik. Zwar sei mancher Gast über die Feiertage im Mai kürzer geblieben. Dennoch seien die verlängerten Wochenenden im Mai gut gebucht gewesen. Auch die Buchungszahlen für den Sommer sähen sehr gut aus. „Die Vorbuchungen laufen gut an“ — auch wenn die Insel momentan im „Juniloch“ stecke.

Sylt verzeichnete im Frühjahr Buchungen auf Vorjahresniveau. „Selbst das kühle Frühlingswetter der vergangenen Wochen sowie Bahnstreik und Bauarbeiten auf der A7 haben sich nicht spürbar negativ auf die Buchungs- und Gästezahlen niedergeschlagen“, berichtet Jutta Vielberg von Sylt Marketing. Auch die Aussichten auf die kommenden Wochen seien ähnlich gut wie 2014. Insbesondere Juli und August seien bereits gut gebucht. „Der Sommer hat endlich auch im Norden Einzug gehalten — das wird die Nachfrage zusätzlich beflügeln.“ Insgesamt wird ein ähnlich gutes Buchungsjahr wie 2014 erwartet.

Auch in Lübeck-Travemünde hatte das miese Maiwetter keine großen Auswirkungen auf die Nachfrage bei Touristen, wie Doris Schütz vom Lübeck und Travemünde Marketing feststellt. Himmelfahrt und Pfingsten seien in diesem Jahr besser gebucht gewesen als noch 2014. Spontane Übernachtsungswünsche sind Schütz zufolge zwar ausgeblieben. „Das fällt aber nicht ins Gewicht.“ Auch der Sommer sei bereits „mindestens genauso gut gebucht wie 2014“, vor allem von Mitte Juli bis Mitte August.

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