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Holtenau-Brunsbüttel in nur fünf Stunden

NATO-Rallye Holtenau-Brunsbüttel in nur fünf Stunden

Der Nato-Minenabwehrverband 1 hat am Montag eine sportliche Höchstleistung vollbracht. Die Soldaten wollten prüfen, ob man Schleswig-Holstein mit dem Fahrrad und dem Schiff durchqueren kann. Anlass für dieses Vorhaben war die Verlegung der sechs Einheiten des Verbandes SNMCMG1 von der Ostsee zur Nordsee.

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Für die Kanalpassage hatten einige Besatzungsmitglieder des belgischen Führungsschiffes „Godetia“ die Idee, eine Radtour parallel zur Schiffspassage zu starten.

Quelle: Frank Behling

Kiel/Brunsbüttel. Seit Anfang September hatten die Minenjäger an dem Manöver „Northern Coast 2015“ teilgenommen und zuvor einen Hafenstopp in Kiel absolviert. Am Montag startete der Verband seine Verlegung nach Brest in Frankreich.

Für die Kanalpassage hatten einige Besatzungsmitglieder des belgischen Führungsschiffes „Godetia“ die Idee, eine Radtour parallel zur Schiffspassage zu starten. Dieser Idee schlossen sich auch andere Biker der Besatzungen aus Großbritannien, den Niederlanden, Lettland, Norwegen und Estland an. Beim Einschleusen in Kiel standen so plötzlich 18 Soldaten mit Fahrrädern auf der Mittelmauer der Holtenauer Schleuse. Die Kieler Maklerei UCA United Canal Agency regelte die Vorbereitungen mit den Behörden und dem Schleusenmeister.

Um 13 Uhr starteten die sechs Kriegsschiffe bei sonnigem Herbstwetter. Fast zeitgleich hatten die Radfahrer in Holtenau das Startsignal gegeben. Noch bevor die sechs Kriegsschiffe am späten Abend in Brunsbüttel eintrafen, waren auch 17 der 18 Teilnehmer des Nato-Teams auf der Schleuse.

Die Agentur UCA  hatte dafür gesorgt, dass die Soldaten auch ohne Uniformen mit ihren Fahrrädern reibungslos in den ISPS-Sicherheitsbereich der Brunsbütteler Schleuse kamen und wieder zusteigen konnten. In sozialen Netzwerken bilanzierte das Team anschließend: Die 109 Kilometer habe man in nur fünf Stunden geschafft, schrieb ein Soldat. So mussten die radelnden Minenjäger in Brunsbüttel auf ihre Kameraden mit den Schiffen warten, die erst nach sieben Stunden in der Schleuse waren. Einige Teilnehmer berichteten von einer „angenehmen Müdigkeit“ und von einer „tollen Leistung“ auf einer „schönen Strecke“.

Nur ein Soldat hatte die Tour etwas unterschätzt und auf der Schlussetappe den Anschluss verloren. Er hatte  sich zwischen Oldenbüttel und Brunsbüttel in den Weiten Dithmarschens verfahren und fand nicht rechtzeitig den Weg nach Brunsbüttel. Der junge Soldat bestellte sich bei Einbruch der Dunkelheit schließlich ein Taxi, das ihn nach Brunsbüttel fuhr. Ein Lotsenboot brachte den Mann dann an Bord der auf der Elbe wartenden Kameraden.

In der Geschichte der Kanal-Radtouren sind die fünf Stunden des Nato-Minenjäger-Teams ein Rekord. 2007 benötigte ein Nato-Team zuletzt  über neun Stunden. Damals musste das gesamte Fahrradteam mit dem Lotsenboot in Kiel-Holtenau an Bord der Schiffe gebracht werden.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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