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Kölns Polizeichef muss gehen

Nach Übergriffen an Silvester Kölns Polizeichef muss gehen

Der nach den Übergriffen am Kölner Hauptbahnhof in die Kritik geratene Kölner Polizeipräsident Wolfgang Albers ist in den einstweiligen Ruhestand versetzt worden. Das erfuhren der „Kölner Stadt-Anzeiger“ und die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Kreisen der Landespolitik.

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Der nach den Übergriffen am Kölner Hauptbahnhof in die Kritik geratene Kölner Polizeipräsident Wolfgang Albers ist in den einstweiligen Ruhestand versetzt worden.

Quelle: Henning Kaiser

Köln. Zuletzt waren zunehmend Rücktrittsforderungen gegen Albers laut geworden. Unter anderem war Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker deutlich auf Distanz gegangen.

Dem Polizeipräsidenten wurde unter anderem vorgeworfen, die Öffentlichkeit nach den Übergriffen nicht rechtzeitig informiert zu haben und Informationen unter anderem über die Herkunft der Verdächtigen zurückgehalten zu haben.

Aus einer Gruppe von 1000 Männern heraus hatten sich in der Silvesternacht kleinere Gruppen gebildet, die Frauen umzingelt, sexuell bedrängt und bestohlen haben sollen. Der Polizeieinsatz war von vielen Seiten scharf kritisiert worden, unter anderem von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU). Informationen über den Einsatzablauf kamen nur stückchenweise ans Licht.

Zahl der Anzeigen in Hamburg gestiegen

Seit der Silvesternacht sind bei der Hamburger Polizei 108 Strafanzeigen wegen sexueller Übergriffe auf Frauen eingegangen. Das teilte ein Polizeisprecher am Freitag mit. Den weiteren starken Anstieg — am Donnerstag waren erst 70 Anzeigen gemeldet worden — erklärte der Sprecher mit der größeren Aufmerksamkeit der Beamten.

Wenn Frauen einen Raub oder Diebstahl anzeigten, fragten die Polizisten inzwischen konkreter nach. Die Übergriffe von Männergruppen fanden zum größten Teil an Großer Freiheit und Reeperbahn auf St. Pauli statt, einige aber auch am Jungfernstieg an der Binnenalster. Die Ermittler hätten noch keinen Tatverdächtigen identifiziert, sagte der Sprecher weiter.

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