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Nach Unwetter: Feuerwehr im Dauereinsatz

Lübeck/Ostholstein Nach Unwetter: Feuerwehr im Dauereinsatz

Nach heftigen Regenschauern und Blitzeinschlägen ist die Feuerwehr im Kreis Ostholstein und im Stadtgebiet von Lübeck im Dauereinsatz. Keller waren vollgelaufen, mehrere Straßen überflutet. Im Bereich der Regionalleitstelle Kiel kam es zu keinen wetterbedingten Einsätzen.

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 Starkregen hat in Teilen von Schleswig-Holstein Straßen unter Wasser gesetzt. Autofahrer sollten deshalb vorsichtig unterwegs sein.

Quelle: Uwe Zucchi/dpa

Lübeck/Kiel. In Lübeck zählte die Feuerwehr nach dem Starkregen zwischen 17 und 18 Uhr insgesamt 16 Einsätze. Laut den Lübecker Nachrichten mussten die Einsatzkräfte mehrfach wegen vollgelaufener Keller ausrücken. Im Sky-Markt in Schlutup soll es einen Wassereinbruch gegeben haben. Auch eine Flüchtlingsunterkunft wurde in Schlutup in Mitleidenschaft gezogen. Zwei Blitzeinschläge in der Brandenbaumer Landstraße und im Mühlensteig (Kücknitz) endeten glimpflich.

Mit überfluteten Straßen und Wassermassen mussten die Autofahrer in Scharbeutz und Timmendorf kämpfen. Die Feuerwehr in Timmendorf wurde nach dem Unwetter zu 40 Einsätzen gerufen. Betroffen von den Überflutungen sind unter anderem das ETC und die Maritim Tiefgarage. Außerdem sind die Bergstraße und der Erlenbruchredder überflutet. Wetterbedingte Einsätze fahren auch die Wehren aus Scharbeutz und Ratekau.

Wasserspiele statt Karl-May-Spiele

Wegen starken Regens ist am Abend die Premiere der Karl-May-Spiele in Bad Segeberg abgebrochen worden. Ein Weiterspielen in dem Freilichttheater war unmöglich, wie die Veranstalter entschieden. Trotz Wetterkapriolen waren schon tagsüber Tausende Zuschauer in die Arena am Kalkberg gekommen.

Hier sehen Sie Bilder von der Premiere der Karl-May-Spiele 2016.

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Zur Eröffnung der 65. Spielzeit stand der Klassiker „Der Schatz im Silbersee“ auf dem Programm. Die erste Hälfte des Stückes mit Hauptdarsteller Jan Sosniok, der zum vierten Mal den Winnetou gab, ging auch weitgehend trocken über die Bühne. Mehr als 80 Mitwirkende und 25 Pferde treten am Kalkberg auf. Bis zum 4. September stehen 72 Vorstellungen auf dem Programm.

Hurricane-Festival unterbrochen

In Scheeßel (Niedersachsen) musste nach dem Starkregen das Hurricane-Festival unterbrochen werden. Das Gelände konnte am Sonnabend die zusätzlichen Wassermassen nicht mehr aufnehmen. Die Veranstalter versuchen nun unter Hochdruck, das Gelände vom Wasser zu befreien. Denn am Sonntag soll das Programm wieder fortgesetzt werden.

DWD hält Unwetterwarnung aufrecht

In Kiel blieb es vergleichsweise ruhig: Nach Ende der Windjammerparade setzte am Sonnabend ein heftiger Regenschauer ein, der von Blitz und Donner begleitet wurde. Die Kutterrace der Marine wurde rechtzeitig abgebrochen. Die Teams kehrten in den Stützpunkt zurück. Bei der Regionalleitstelle der Polizei in Kiel wurden bis 20.40 Uhr keine wetterbedingten Einsätze gemeldet. "Alles ruhig hier", hieß es auf Nachfrage von KN-online. Glück hatte auch Neumünster: Nach Auskunft der Berufsfeuerwehr zog das Gewitter an der Stadt vorbei. Bis auf die Großübung gab es keine weiteren Einsätze.

Die Unwettergefahr für Kiel, Rendsburg-Eckernförde und Schleswig-Flensburg ist allerdings noch nicht gebannt: Bis in die Nacht hinein besteht laut Deutschem Wetterdienst (DWD) noch die Gefahr schwerer Gewitter mit heftigem Starkregen zwischen 25 und 40 l/qm in kurzer Zeit bzw. bis 60 l/qm in 6 Stunden. Die Bewohner sollten zudem mit Hagel und schweren Sturmböen um 95 km/h (Bft 10) rechnen. Eng begrenzt sind auch Orkanböen über 115 km/h (Bft 12) möglich. Die Bildung von einem Tornado kann nicht ausgeschlossen werden.

Die Veranstalter des Night-Glow und des Höhenfeuerwerks auf dem Nordmarksportfeld sind jedoch zuversichtlich, das Programm ab 22.30 Uhr wie geplant durchziehen zu können. "Verschlechtert sich das Wetter nicht, wird aus dem Night-Glow ein Candle-Light", sagte Thomas Oeding. Auch das Feuerwerk soll gezündet werden. Bleibt nur zu hoffen, dass das Wetter stabil bleibt.

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Ein Artikel von
Tanja Köhler
Ressortleiterin Digitale Angebote

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Unwetterwarnung
Foto: Schon zur Windjammerparade hatte es stark geregnet.

Der Deutsche Wetterdienst hat für die Stadt Kiel eine Unwetterwarnung vor starkem Gewitter herausgegeben, die Bildung eines Tornados kann nicht ausgeschlossen werden. Auch in anderen Kreisen Schleswig-Holsteins ist mit Gewitter und Starkregen zu rechnen. 

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