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Norden gedenkt der Opfer von Paris

Nach den Attentaten Norden gedenkt der Opfer von Paris

Schweigeminute für Paris. In Hamburg, in Kiel und anderswo schließen sich Menschen im Gedenken an die Opfer der Terroranschläge der stillen Einkehr an. Die Gesellschaft dürfe aber nicht in Schockstarre verfallen, mahnt Hamburgs Innensenator Neumann.

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Im Gedenken an die Opfer der Terroranschläge von Paris haben sich am Montag Menschen im Norden an der europaweiten Schweigeminute beteiligt.

Quelle: Bodo Marks/dpa

Hamburg/Kiel. Im Gedenken an die Opfer der Terroranschläge von Paris haben sich am Montag Menschen im Norden an der europaweiten Schweigeminute beteiligt. In schleswig-holsteinischen Behörden, Schulen und anderen Einrichtungen hielten Menschen um 12.00 Uhr inne. Die Schulen waren über die Schulaufsicht vom Aufruf der Staats- und Regierungschefs der EU zu der gemeinsamen Schweigeminute informiert worden.

In Hamburg hielt Innensenator Michael Neumann (SPD) gemeinsam mit Flughafenchef Michael Eggenschwiler zu Beginn einer Olympia-Veranstaltung auf dem Flughafen inne.

„Wir müssen dem Terror ins Gesicht lachen, deutlich machen, dass wir eine andere Sichtweise haben und uns an der Haltung der Franzosen ein Beispiel nehmen“, sagte Neumann. Schon zuvor hatte er bei der Vorstellung eines Sozialprojekts gemahnt, es sei nicht die richtige Antwort, sich zurückzuziehen. Man müsse die Zukunft gestalten und nicht in Schockstarre verfallen, sagte der SPD-Politiker. Flughafen-Chef Eggenschwiler ergänzte: „Die Anschläge waren erschreckend und gerade deshalb ist es wichtig, dass wir Zeichen wie heute setzen.“

Im französischen Generalkonsulat in Hamburg versammelte Generalkonsul Serge Lavroff seine Mitarbeiter um sich und gedachte der Toten und Verletzten. In Kiel verharrte Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) schweigend in seinem Büro in der Staatskanzlei. Der Kieler Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) und Bürgermeister von Umland-Gemeinden legten bei einem Treffen ebenfalls eine Schweigeminute ein.

Am Hamburger Hauptbahnhof verwiesen schwarze Werbetafeln auf die Schweigeminute, kündeten von „Solidarité“ unterlegt mit der französischen Nationalflagge. Einige Passanten unterbrachen ihren Weg. U-Bahnen und Busse stoppten ihre Fahrt an Haltestellen. In Verwaltungen und Firmen ließen Mitarbeiter ihre Arbeit ruhen.

Im Pressehaus von Gruner + Jahr kamen Mitarbeiter des Verlags im Foyer zusammen — auch erleichtert, dass von ihren Kollegen in Paris niemand bei den Attentaten zu Schaden kam. Die G+J-Tochter Prisma Media gehört in Frankreich zu den größten Verlagen des Landes.

In schleswig-holsteinischen Behörden, Schulen und anderen Einrichtungen hielten Menschen um 12.00 Uhr inne. Die Schulen waren über die Schulaufsicht vom Aufruf der Staats- und Regierungschefs der EU zu der gemeinsamen Schweigeminute informiert worden. „Das Gute ist stärker als das Böse“, hieß es in einer Stellungnahme der europäischen Spitzenpolitiker. Die Anschläge von Paris seien ein Angriff auf alle europäischen Staaten.

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