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Bündnis für weniger Pestizide

Verband der Naturfreunde Bündnis für weniger Pestizide

Die Naturfreunde Schleswig-Holstein fordern die gesamte Bevölkerung auf, sich für die Reduktion von Pestiziden einzusetzen – in der Landwirtschaft, aber auch in Privatgärten und auf öffentlichen Flächen. Das Ziel: ein pestizidarmes Schleswig-Holstein. Helfen soll auch eine Online-Umfrage.

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Ina Walenda (links) und Angelika Elak vom Verband der Naturfreunde Schleswig-Holstein klären in der Kampagne "Pestizidarmes Schleswig-Holstein" über über Pflanzenschutzmittel, Gefahren und Alternativen auf.

Quelle: eis - Thomas Eisenkraetzer

Kiel. „Die Auswirkungen des verbreiteten Pestizid-Einsatzes auf Mensch, Tier und Umwelt sind besorgniserregend", erklärt Ina Walenda, Landesgeschäftsführerin der Naturfreunde Schleswig-Holstein, "Pestizide gelangen in Oberflächengewässer, Grund- und Trinkwasser und wir verzehren sie über unsere Lebensmittel. Die Agrarchemikalien schädigen aber auch Wildpflanzen, Bienen, Frösche, Fische, Vögel und weitere Lebewesen." Deshalb sei eine breitangelegte Kampagne "Pestizidarmes Schleswig-Holstein" notwendig. "Wir wollen die Landwirtschaft nicht angreifen, sondern gemeinsam Lösungen für das Problem entwickeln und eine Strukturänderung befördern." 

An einem Runden Tisch wollen Vertreter aller Seiten ihren Sachverstand einbringen, Beispiele der Besten Praxis aufzeigen und diese verbreiten. Ein erstes Treffen hat bereits stattgefunden. Die Naturfreunde Schleswig-Holstein wollen aber auch mit Kommunen Mustersatzungen entwickeln, damit diese weniger Pflanzenschutzmittel einsetzen. „Und in Veranstaltungen werden wir die Bürger informieren und Tipps geben, was jeder tun kann für gesunde Ernährung, Artenvielfalt und eine intakte Umwelt“, sagt Kampagnenleiterin Angelika Elak.

Dazu werden auch die Gartenbesitzer im Land um Mithilfe gebeten: In einer Online-Umfrage sollen sie anonym angeben, welche Pflanzenschutzmittel sie einsetzen und welche Alternativen sie empfehlen können. "Würden Hobbygärtner konsequent auf Pestizide verzichten, könnte der Pestizid-Einsatz um bis zu zehn Prozent gesenkt werden", sagt Elak.

Der Inlandsabsatz der Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffe ist in Deutschland von 2006 bis 2015 von 38.800 Tonnen auf 48.600 Tonnen gestiegen. Kohlendioxid und Glyphosat stehen dabei an der Spitze. 2015 wurden insgesamt 123.200 Tonnen Pflanzenschutzmittel in Deutschland abgesetzt. Fünf Prozent davon konnten auch im Ökolandbau eingesetzt werden. Das geht aus der Statistik des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hervor.

Online-Umfrage für Hobbygärrner: www.naturfreunde-sh.de.

Infos zur Kampagne der Naturfreunde beim Landesverband: 0431-98282995, naturfreunde@naturfreunde-sh.de.

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Ein Artikel von
Heike Stüben
Lokalredaktion Kiel/SH

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