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Was hat es mit #ichwaehleafd auf sich?

Netztrend mit SH-Wurzeln Was hat es mit #ichwaehleafd auf sich?

Ein Trend unter falschen Vorzeichen macht sich im sozialen Netzwerk Twitter breit. Mit dem aus Schleswig-Holstein stammendem Hashtag „#ichwaehleafd“ spotten Nutzer indirekt, warum sie die AfD nicht wählen. Was hat es damit auf sich und was erreichen sie?

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Der Twitter-Trend #ichwaehleafd hat mit vielem zu tun – nur nicht unbedingt damit, warum Menschen die AfD wählen.

Quelle: Armin Weigel/dpa

Kiel. Urheber des aktuellen Trends ist der Nutzer @BauN3RD.

Er twitterte am Dienstagmorgen einen Aufruf mit dem Schlagwort, das ursprünglich von einem AfD-Politiker selbst stammt. Daniel Buhl, Vorstandssprecher der AfD Pinneberg und Twitter-Nutzer @northpower25, hatte vor rund zwei Jahren erstmals den Hashtag genutzt, um einen CDU-kritischen Tweet abzusetzen.

Der neuerliche Aufruf zu #ichwaehleafd von @BauN3ERD geht aber in die komplett andere Richtung: Indem sie echte oder auch nur vermeintliche Positionen der rechtspopulistischen Partei unterstützen, kommentieren etliche Nutzer sarkastisch, warum sie die AfD gerade nicht wählen. Unstrittig ist der extreme Erfolg des Schlagwortes, über 14.000 Tweets wurden dazu bis zum Dienstagnachmittag abgesetzt.

Wie so häufig im Falle eines solchen Netztrends ist der inhaltliche Erfolg sehr viel schwerer messbar. Die Spannbreite von Tweets ist zwar riesig.

Doch nicht nur, weil AfD-Unterstützer den Hashtag ebenfalls nutzen und damit unter anderem versuchen ihn zurückzuerobern:

Sondern auch, weil Ironie oder Sarkasmus sehr häufig wohl eher vom persönlichen Humor abhängen als von Parteiprositionen – selbst wenn diese noch nicht feststehen – sieht eine Auseinandersetzung mit einer demokratisch wählbaren Partei doch anders aus als in manchen Fällen:

 

 

Wieviele Tweets zu #ichwaehleafd also wirklich gelungen sind, kann jeder Twitter-Nutzer oder –Beobachter selbst entscheiden. @BauN3ERD hatte sich im Tagesverlauf trotz medialer Aufmerksamkeit über fehlende Auseinandersetzung mit dem Trendurheber beklagt:

Er teilte schließlich auf Anfrage, ob der Hashtag-Aufruf sein Ziel erreicht habe, mit: „Auf jeden Fall.“ Mit solch enormen Auswirkungen sowie der Menge an "Bullshit" habe er allerdings nicht gerechnet.

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Ein Artikel von
Niklas Wieczorek
Lokalredaktion Kiel/SH

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