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Von der Butze bis zur Suite: Hotels für jede Zielgruppe

Neuer Trend Von der Butze bis zur Suite: Hotels für jede Zielgruppe

Die Hotellandschaft zwischen Nord- und Ostsee stellt sich neu auf: Statt auf Unterkünfte für den breiten Geschmack wird verstärkt auf Themenhotels für bestimmte Zielgruppen gesetzt - für Surfer, Hundebesitzer, Golfer oder Segler.

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Ein Zimmer nicht für jeden Geschmack: Aber Fans des FC St. Pauli fühlen sich hier sicher wohl.

Quelle: © Andrea Flak Fotografie

Kiel. "In Schleswig-Holstein spüren wir den Trend besonders stark – weg von der Kettenhotellerie hin zu Domizilen, die in der Region verankert sind und ein authentisches Flair haben“, sagt Marc Euler, von der Tourismus-Agentur Tash. „Die Urlauber fühlen sich als Individualisten und das soll auch ihr Urlaubsdomizil widerspiegeln. Angebote von der Stange sind nicht mehr so gefragt“, sagt der Touristiker. Die Hotellerie zwischen Nord- und Ostsee hat darauf reagiert und bietet schon fast in allen Preislagen individuelle Übernachtungskonzepte an: Das neue Hotel „Bretterbude“ ist das erste Themenhotel für Surfer und Skater an der Ostsee und lockt diese Zielgruppe mit Übernachtungen im Bulli ab zehn Euro und Doppelzimmern, Butzen genannt, ab 39 Euro. Am anderen Ende der Skala rangieren Luxusherbergen wie das Grand Village Resort in Weissenhaus. Dort zahlt der Gast für die Übernachtung in der gräflichen Suite auf 98 Quadratmetern pro Person 495 Euro.

 Diese Projekte reagieren auf Bedürfnisse, die das Fraunhofer Forschungsprojekt „Future Hotel“ festgestellt hat: Die Gäste wollen individuelle Angebote. Dazu gehört auch, dass man wie den Sitzplatz im Flugzeug das Hotelzimmer selbst wählen kann. Die neuen Hotels bieten deshalb eine ganze Palette unterschiedlicher Zimmer. Im Beach Motel in St. Peter Ording ist jedes Zimmer einer Persönlichkeit aus der Umgebung gewidmet. In der Bretterbude kann man in sieben Unikat-Butzen – zum Beispiel mit St. Pauli-Ausstattung – übernachten. Bei einer anderen Butze fließen 20 Prozent des Preises an ein Entwicklungsprojekt.

 Auch das Hotel Strandkind, das zurzeit in Pelzerhaken entsteht, sieht seine Zukunft als regionale Marke. „Wenn man sich an der Nord- und Ostsee heute umschaut, entstehen immer mehr Häuser mit besonderen Konzepten. Das wollten wir auch – denn so geht Hotel heute“, sagt Andrea Iskra. Also wurde das Hotel, das seit 100 Jahren in Familienbesitz war, abgerissen. Beim Neubau wird nun konsequent auf Nachhaltigkeit und umweltfreundliche Materialien gesetzt. Auch alteingesessene Hotel folgen dem Trend. Prominentes Beispiel ist Timmendorfer Strand. Schauspieler und Filmemacher Til Schweiger lässt das Meridian zu einem „Barefoot Hotel“ umgestalten. Es soll an die Strandhäuser in Kalifornien erinnern, wo Schweiger selbst gelebt hat. stü

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Ein Artikel von
Heike Stüben
Lokalredaktion Kiel/SH

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