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Internetportal soll Eltern Suche erleichtern

Kita-Plätze Internetportal soll Eltern Suche erleichtern

Mit ein paar Klicks zum freien Kita-Platz: So leicht will es das Kita-Portal Schleswig-Holstein Eltern künftig machen, wenn sie sich auf die Suche nach einem Betreuungsplatz für ihre Kinder machen.

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Schleswig-Holsteins Sozialministerin Kristin Alheit hat am Dienstag ein landesweites Online-Kita-Portal gestartet.

Quelle: dpa

Bordesholm . Familienministerin Kristin Alheit startete nach einer dreimonatigen Pilotphase am Dienstag in Bordesholm den Echtbetrieb des neuen Systems. Richtig nutzbar wird das laut Ministerin bundesweit einmalige Portal aber voraussichtlich erst ab Ende 2016.

Denn im Rahmen der Pilotphase beteiligten sich erst einmal nur die drei Kreise Ostholstein, Bad Segeberg und Storman mit zehn Kommunalverwaltungen und rund 60 Kitas an dem Projekt. „Ab sofort sind nun Kommunen, Kitas und deren Träger im ganzen Norden eingeladen, das Portal durch die Eingabe ihrer Daten mit den Betreuungsangeboten zu nutzen“, erklärte die Ministerin. Bis voraussichtlich Ende 2016 sei der Großteil alle Kitas im Land an das neue System angeschlossen.

Für eine möglichst starke Beteiligung wirbt das Land zum Beispiel in Form von insgesamt 22 Regionalkonferenzen. Dabei werden Kita-Mitarbeiter und Vertreter der Kommunen über das neue System informiert sowie bei Interesse auch über den Umgang mit dem Portal und seinen dort hinterlegten Datenbanken geschult.

Aus Sicht der Ministerin birgt das vom Land mit rund 300.000 Euro im Jahr finanzierte Portal für alle Beteiligten nur Vorteile. Eltern fänden dort alle Infos über die Auslastungssituation von Kitas, Krippen, Horten oder Tagespflege im gewünschten Betreuungszeitraum mit Öffnungszeiten, Fotos oder Ausstattung der Einrichtung inklusive spezieller Förderangebote. Zwar könnten Eltern ihre Kinder in einer oder mehreren Kitas im Portal online voranmelden. Dies ersetze einen persönlichen Besuch der Einrichtung aber nicht. Erst vor Ort werde der Betreuungsplatz mit der Unterschrift unter einen Betreuungsvertrag verbindlich vergeben.

Auch die Träger der Einrichtungen profitieren vom neuen System, das Doppel- und Mehrfachanmeldungen erkennt. „Deshalb schaffen wir mit der Kita-Datenbank auch eine optimale Grundlage für die Bedarfsplanung in den Kommunen und damit auch für den weiteren Ausbau der Kindertagesbetreuung“, betonte die beim Städteverband Schleswig-Holstein zuständige Dezernentin Marion Marx, die das Projekt initiierte.

So ganz neu ist das Kita-Landesportal allerdings nicht. So führte die Kieler Stadtverwaltung bereits im Oktober 2013 einen „Kita Planer 2“ mit ganz ähnlichen Info-,Such- und Voranmeldefunktionen für Eltern ein. Laut Iris Diekelmann, Leiterin des Amtes für Schule, hat sich das System „sehr bewährt“. Mehrfachanmeldungen, die die Kita-Bedarfsplanungen erschwerten, seien stark zurückgegangen. Trotz des eigenen Systems will sich die Stadt nach einer Prüfung des neuen Angebots am Landesportal beteiligen. „Denn ein weißer Fleck auf der Karte wäre nicht in Ordnung.“

Hier geht es zum Portal.

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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Das weltumspannende Datennetz liefert uns heute ja fast alles: frische Pizza auf den Couchtisch, Flugticket aufs Smartphone, einen neuen Tanzpartner und eine neue Küche. Warum also nicht auch Online-Infos zu freien Kita-Plätzen?

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