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Wohnen mit Meerblick wird teurer

Nord- und Ostsee Wohnen mit Meerblick wird teurer

Diese Preisspirale scheint endlos zu sein: Wer sich reif für die Insel fühlt, kann das in den eigenen vier Wänden nur mit reichlich finanziellen Reserven. Käufer suchen an Nord- und Ostsee zunehmend Alternativen zu den teuersten Lagen — es gibt Ausweichbewegungen.

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Wohnungen mit Meerblick sind vielerorts teurer geworden.

Quelle: Daniel reinhardt/dpa

Kiel. Wohneigentum auf Sylt oder auch auf Amrum können sich Normal- und selbst Gutverdiener schon längst nicht mehr leisten. Wer aber direkt an der Küste oder zumindest in Küstennähe wohnen möchte, der findet in Schleswig-Holstein noch an zahlreichen Orten bezahlbares Wohneigentum – und das trotz der teils starken Preiserhöhungen in den vergangenen zwei Jahren. Das zeigt der LBS-Immobilienmarktatlas 2015, der am Dienstag veröffentlicht wurde.

Rund 18800 Euro pro Quadratmeter kostet eine Immobilie in einem Ein- bzw. Zweifamilienhaus in Kampen. Das ist – wenig überraschend – der absolute Spitzenwert an Schleswig-Holsteins Küsten, denn nur diese Regionen haben die Immobilienatlas-Autoren der LBS Schleswig-Holstein-Hamburg in diesem Jahr untersucht. Bei Eigentumswohnungen in Kampen liegt der Durchschnittspreis bei rund 11360 Euro je Quadratmeter. Kampen ist damit unangefochten Spitze, allerdings sind seit 2013 die Preise nur relativ gering gestiegen, um drei bis fünf Prozent, während sie in anderen Regionen an Nord- und Ostsee um mehr als 30 Prozent (Strande) oder gar (Amrum) um knapp 50 Prozent angezogen haben. Wer auf Sylt Haus oder Wohnung kaufen will, der muss mit mindestens 5000 Euro je Quadratmeter kalkulieren, durchschnittlich liegt das Preisniveau bei 9500 (Haus) beziehungsweise 6600 (Wohnung) Euro. Auf Amrum und Föhr sind die Preise zwar nicht ganz so hoch; doch auch hier sind die Preise stark gestiegen. Die durchschnittlichen Preise liegen hier zwischen 4000 und 5700 Euro.

Das sind verglichen mit Sylt gemäßigte Preise, doch sie liegen noch weit über den Top-Preisen, die für Häuser oder Wohnungen an Schleswig-Holsteins Küsten sonst bezahlt werden müssen. So liegen die Preise für Häuser an gesuchten Lagen der Ostseeküste zwischen knapp über 2000 Euro (Scharbeutz) und 3160 Euro (Timmendorfer Strand). In Strande beispielsweise kostet der Quadratmeter rund 2900 Euro, vor zwei Jahren waren es 2220 Euro. Insgesamt zogen die Preise an der Kieler Förde relativ stark an. In Kiel-Schilksee stieg der Preis bei Häusern um 22 Prozent auf 2460 Euro, bei Wohnungen um 23 Prozent auf 1910 Euro. Ähnlich verlief die Entwicklung auf der anderen Seite der Förde. In Mönkeberg, Heikendorf und Laboe kosten Häuser um die 2230 und Wohnungen um die 1830 Euro je Quadratmeter – deutlich mehr als vor zwei Jahren.

Preiswerter sind Häuser, die etwas weiter weg vom Wasser liegen. In Gettorf und umliegenden Orten sowie in Schwedeneck liegen die Preise inzwischen bei um die 1600 Euro, in Altenholz bei 1740 Euro. Mit 2050 Euro ist das Preisniveau in Dänischenhagen hingegen deutlich höher. Wer in Eckernförde ein Haus oder eine Wohnung sucht, der muss mit rund 1900 Euro kalkulieren. Auch in diesen Orten stiegen die Preise seit 2013 deutlich an. Peter Magel, Vorstandsvorsitzender der LBS, geht davon aus, dass die Preise auch in den kommenden Jahren weiter steigen werden, denn Wohnen am Wasser bleibe attraktiv. Allerdings sei nicht mehr mit ganz so hohen Preissteigerungen zu rechnen.

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