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Inseln sind Eldorado für Böller-Muffel

Nordfriesland Inseln sind Eldorado für Böller-Muffel

An Silvester lassen es die Meisten gerne krachen. Hundebesitzer und andere ruhebedürftige Menschen flüchten zum Jahreswechsel gerne auf die nordfriesischen Inseln. Dort knallen fast nur die Sektkorken.

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Hundebesitzer und andere ruhebedürftige Menschen flüchten zum Jahreswechsel gerne auf die nordfriesischen Inseln.

Quelle: Bodo Marks/dpa

Sylt. Sekt, Böller und Raketen: Landauf, landab feiern die Deutschen auf zahlreichen Silvesterpartys lautstark ins neue Jahr. Böller-Fans dürfen jedoch nicht überall ihrer lauten Lust frönen. So haben sich die Friesendörfer auf den Inseln im Wattenmeer in den vergangenen Jahren verstärkt zum Reiseziel für Böller-Muffel entwickelt. Dort ist privates Abbrennen von Feuerwerkskörpern im Garten wegen der hohen Brandgefahr meist verboten. Auf Föhr beispielsweise ist Feuerwerk nur am Strand von Wiek erlaubt.

Auf Sylt dürfen Knaller und Raketen nur an rund einem halben Dutzend Plätzen an den Stränden abgebrannt werden. Traditionell genießen besonders Hundebesitzer den Jahreswechsel auf der Insel der Schönen und Reichen, „weil hier Feuerwerk verboten ist“, sagt Sylt Marketing-Sprecherin Jutta Vielberg. Aber natürlich kann man auf der Promi-Insel auch feiern. „Auf Sylt sammelt sich, wer einerseits Ruhe möchte, aber auch, wer schwungvoll mit Party in das neue Jahr starten möchten.“

Verstöße gegen das Böllern könnten als Ordnungswidrigkeit mit einer Geldbuße von bis zu 50 000 Euro geahndet werden, heißt es von der Gemeinde Sylt. Ausnahmen gibt es lediglich in Hörnum sowie an der Promenade in Wenningstedt. „Ab Mitternacht wird es eine Lasershow geben. Je nach Wetterlage kommt auch Pyrotechnik zum Einsatz“, erklärt der Geschäftsführer des Tourismus-Service Wenningstedt-Braderup, Henning Sieverts.

Und auch gegen eine Katerstimmung am 1. Januar bieten Sylt und die umliegenden Inseln ein effektives Mittel: Beim Neujahrsbaden können sich Wagemutige in die kalte Nordsee stürzen. Auf Sylt gibt es das Spektakel seit 1999 — acht Einheimische gingen damals beim ersten Neujahrsschwimmen baden. Mittlerweile stürzen sich jedes Jahr 120 Wagemutige in die kalte Nordsee — mehr dürfen aus Sicherheitsgründen nicht rein. Für das Neujahrsbaden reist mancher quer durch die ganze Republik, um sich dann unter den Augen tausender Schaulustiger oft fantasiereich kostümiert in die Fluten zu stürzen.

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