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Paar gibt schwer verletztes Kind ab - und verschwindet

Notfallpraxis in Hamburg Paar gibt schwer verletztes Kind ab - und verschwindet

Ein Paar steht unter Verdacht, ein vierjähriges Mädchen mit lebensgefährlichen Verletzungen in einer Notfallpraxis in Hamburg abgegeben zu haben. Die Mitarbeiter alarmierten die Polizei. Doch ehe die Beamten kamen, hat das Paar die Praxis verlassen.

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Durch eine Notoperation konnte das Kind gerettet werden.

Quelle: Marius Becker/dpa (Symbolfoto)

Hamburg. Das Kind konnte nach Informationen der „ Hamburger Morgenpost“ und des „ Hamburger Abendblatts“ (Donnerstag) durch eine Notoperation gerettet werden. Die Mitarbeiter der Notfallpraxis hätten am Sonntag angesichts der schweren Verletzungen sofort die Polizei alarmiert. Bevor die Beamten kamen, habe das Paar bereits die Praxis verlassen. Polizei und Staatsanwaltschaft wollten sich zu dem Fall und zu den Hintergründen am Donnerstag nicht äußern.

Mehrere Fälle von schwerer Kindesmisshandlung hatten Hamburg in den vergangenen Jahren erschüttert. Die elfjährige Chantal war 2012 an einer Überdosis Methadon gestorben; die Heroin-Ersatzdroge war für ihre Pflegeeltern gedacht. Die dreijährige Yagmur überlebte 2013 die Misshandlungen durch ihre Mutter nicht. Zwei Jahre später soll ein 27-Jähriger seinen einjährigen Stiefsohn Tayler zu Tode geschüttelt haben. Der Mann muss sich derzeit vor Gericht verantworten.

Im November vergangenen Jahres hatten Ärzte durch eine Notoperation das Leben eines neun Monate alten Babys aus dem Stadtteil Osdorf gerettet. Die Eltern stehen unter Verdacht, den kleinen Deljo beinahe zu Tode geschüttelt zu haben. Gegen die 26 Jahre alte Mutter und den 22 Jahre alten Vater wird wegen Verdachts des versuchten Totschlags ermittelt, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte.

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