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Ohnsorg-Theater in Kappeln ausgezeichnet

Niederdeutscher Literaturpreis Ohnsorg-Theater in Kappeln ausgezeichnet

Neue Freunde für das Plattdeutsche gewinnen - Wohl keine Einrichtung hat das so erfolgreich gemacht, wie das Ohnsorg-Theater in Hamburg. Nun wurde die Bühne für ihre Arbeit mit dem 25. Niederdeutschen Literaturpreis der Stadt Kappeln ausgezeichnet.

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 Intendant Christian Seeler und Studio-Leiterin Cornelia Ehlers (links) nahmen den mit 2500 Euro dotierten Preis von Bürgermeister Heiko Traulsen und Kappelns Bürgervorsteherin Dagmar Ungethüm-Ancker in Empfang.

Quelle: Rainer I. Krüger

Kappeln. Am Freitag erhielt das Ohnsorg-Theater die wohl renommiertesten Auszeichnung fürs Plattdeutsche in Schleswig-Holstein. „Der Name Ohnsorg-Theater steht seit rund hundert Jahren für erfolgreiches plattdeutsches Bühnenspiel“, verlas Kappelns Bürgermeister Heiko Traulsen die Begründung der vom Schleswig-Holsteinischen Heimatbund gestellten Jury. „Dazu gehört auch, dass der Spielplan über den bewährten Stückekanon hinaus durch klassische Stoffe der Weltliteratur, Filmadaptionen, Musicals und andere Formen modernen Unterhaltungstheaters erweitert“, so Traulsen. Besonders wurde vor 220 Zuschauern die in der Spielzeit 2012/13 eröffnete Studio-Bühne gelobt. „Mit dieser Nebenstätte wendet man sich mit zeitgemäßen Themen und Formen gezielt an ein jüngeres Publikum.“

Intendant Christian Seeler und Studio-Leiterin Cornelia Ehlers nahmen den mit 2500 Euro dotierten Preis von Traulsen und Kappelns Bürgervorsteherin Dagmar Ungethüm-Ancker in Empfang. Das Geld soll laut Seeler für eine Studio-Produktion verwendet werden. Insgesamt komme das Theater in Hamburg auf etwa 460 Aufführungen pro Jahr.

Als Laudator sprach Gerd Spiekermann, er war 1991 der erste Literaturpreisträger. Auch er verwies auf die Neuerungen der vergangenen Jahre, die das Ohnsorg-Theater für das Publikum interessant machen. „Das Ohnsorg-Theater braucht keinen Plattdeutsch-Bonus, um zu bestehen“, sagte er.

„Erstmals wird in Kappeln nicht eine Institution, sondern die Institution des Plattdeutschen ausgezeichnet“, stellte Landtagspräsident Klaus Schlie fest. Schleswig-Holsteins Minderheitenbeauftragte Renate Schnack ging auf den laufenden Handlungsplan Sprachenpolitik ein. Durch ihn soll durchgängiger Plattdeutschunterricht an Schulen möglich werden. Für 1600 Kinder sei das schon der Fall. „Die Krönung wäre es, wenn eines dieser Kinder eines Tages den Niederdeutschen Literaturpreis erhält“, sagte sie. 

Natürlich durfte ein Auftritt von Theaterleuten nicht fehlen. Begleitet von Stefan Hiller am Klavier brillierte Schauspielerin Sandra Keck als Sängerin. Ihr Schlusssong zeigte, dass Plattdeutsch Traditionelles und Fremdes gut verbindet. Keck kombinierte „Dat du min Leevsten büst“ und „Plaisir d'amour“ harmonisch miteinander.

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