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Ostermärsche: Gegen Krieg, für Frieden

Norddeutschland Ostermärsche: Gegen Krieg, für Frieden

Bei Ostermärschen in Schleswig-Holstein sind am Sonnabend mehrere hundert Menschen für Frieden und Toleranz gegenüber Flüchtlingen auf die Straße gegangen. Allein in Kiel demonstrierten etwa 500 Teilnehmer für eine humane Flüchtlingspolitik und gegen Krieg, wie die Polizei mitteilte.

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Schluss mit Krieg und Terror: Das forderten die Teilnehmer der Ostermärsche in Schleswig-Holstein.

Quelle: Gregor Fischer/dpa

Kiel/Lübeck/Flensburg. Etwa 500 Menschen beteiligten sich am Sonnabend am traditionellen Ostermarsch durch die Kieler Innenstadt. Er stand dieses Jahr unter dem Motto "Fluchtursachen erkennen - Kriegsursachen beseitigen!" Die Redner der beiden  Kundgebungen auf dem Asmus-Bremer-Platz forderten ein Stopp der Waffenlieferungen in Kriegs- und Krisengebiete und die Zurücknahme aller von der Bundesregierung bewilligten Genehmigungen für Rüstungsexporte in den Nahen und Mittleren Osten. Von der EU forderten sie ein striktes allgemeines Waffenembargo, außerdem, die Flüchtlinge in Idomeni die Grenzen passieren zu lassen und Familien aus Kriegsgebieten offiziell zusammenzuführen.

Etwa 500 Menschen beteiligten sich am Sonnabend am traditionellen Ostermarsch durch die Kieler Innenstadt.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Zu den Rednern gehörten Frank Hornschu vom DGB, Martin Link (Geschäftsführer des Flüchtlingsrates Schleswig-Holstein), Lorenz Gösta Beutin vom Kieler Friedensforum als Hauptveranstalter und Sven Bergemann von der SDAJ Kiel. Musikalisch begleitet wurde die Kundgebung vom Kieler Polit-Rapper Albino. Gegen deutsche Waffenexporte und den Einsatz von Kampfdrohnen sammelten die Veranstalter Unterschriften.

Auf Plakaten hieß es unter anderem: „Kein Krieg in unserem Namen — Von Deutschland soll endlich Frieden ausgehen!“. Die Teilnehmer gedachten auch der Opfer der Terroranschläge in Brüssel, wie Frank Hornschu vom DGB Kiel sagte: „Wir lassen uns nicht einschüchtern und stehen weiterhin für Weltoffenheit und Menschenrechte.“

Die Kundgebung fand auf dem Asmus-Bremer-Platz statt.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

In Lübeck waren unter dem Motto „Nein zum Krieg! Deutsche Politik dem Frieden verpflichten! Abrüstung statt Sozialabbau!“ nach Polizeiangaben rund 200 Menschen beim Ostermarsch. Auf Bannern forderten Teilnehmer etwa, Auslandseinsätze der Bundeswehr zu beenden. In Eutin zählte die Polizei rund 40 Ostermarschierer.

Am Ostermarsch in der Flensburger Innenstadt beteiligten sich laut Polizei etwa 60 bis 80 Friedensaktivisten. Ihr Motto lautete: „Schluss mit Krieg und Terror!“. Alle Demonstrationen verliefen nach Angaben der Polizei friedlich.

Bundesweit sind bis zum Ostermontag rund 60 Veranstaltungen geplant. Die Veranstalter erwarten rund 10000 Teilnehmer — ähnlich viele wie in den vergangenen Jahren.

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