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Mann soll im Streit seine Mutter getötet haben

Ostseebad Kellenhusen Mann soll im Streit seine Mutter getötet haben

Ein tödliches Familiendrama erschüttert die Menschen in dem Ostseebad Kellenhusen im Kreis Ostholstein. Ein 30 Jahre alter Asylbewerber aus Syrien soll im Streit seine Mutter mit etlichen Messerstichen getötet haben.

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Ein 30 Jahre alter Asylbewerber aus Syrien soll im Streit seine Mutter mit etlichen Messerstichen getötet haben.

Quelle: Malte Christians/ dpa (Archiv)

Kellenhusen/Lübeck. Einen Suizid des Mannes konnten Einsatzkräfte des SEK verhindern. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Lübeck ist der Verdächtige am Donnerstag in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen worden. 

Die Tragödie ereignete sich nach Angaben von Lübecks Polizeisprecher Stefan Muhtz Mittwochnacht gegen 1.50 Uhr. Anwohner hatten die Beamten gerufen, nachdem sie laute Schreie aus einem Mehrfamilienhaus gehört hatten, in dem mehrere Flüchtlingsfamilien von der Gemeinde untergebracht sind. Als die Polizei am Einsatzort eintraf, entdeckten sie den 30-jährigen Mann in blutverschmierter Kleidung auf dem Schornstein des Dachs stehend. Der gebürtige Syrer drohte, zu springen. „Das angeforderte SEK und Mitglieder der polizeilichen Verhandlungsgruppe konnten mit Hilfe einer Dolmetscherin den Asylanten überreden, über eine Drehleiter der Feuerwehr das Dach zu verlassen“, berichtet Muhtz.

In einer der Wohnungen im Dachgeschoss des Hauses entdeckten die Polizeibeamten die sterblichen Überreste einer Frau. „Der Tatverdächtige hat in Vernehmungen angegeben, dass er nach einem Streit seine 57 Jahre alte Mutter getötet hätte“, sagt die Lübecker Oberstaatsanwältin Ulla Hingst. Die genaue Identität der Toten stehe nach Angaben der Behörden aber noch nicht fest. Die Ermittlerin spricht von „massiver Gewalteinwirkung mit einem Messer.“

Andere Bewohner und Nachbarn mussten seelsorgerisch betreut werden. Der mutmaßliche Täter lebte gemeinsam mit seinen Eltern in der Unterkunft. Der Vater befand sich zur Tatzeit nach Angaben der Staatsanwaltschaft nicht in der gemeinsamen Wohnung. „Wir können auch gegenwärtig nicht sagen, wo sich der Vater aufhält“, sagt Hingst. Das Amtsgericht Lübeck hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft die einstweilige Unterbringung des Beschuldigten in einer Fachklinik angeordnet. Der 30-Jährige ist in die geschlossene Abteilung des psychiatrischen Krankenhauses in Neustadt eingewiesen worden. Eine andere Möglichkeit habe nicht bestanden: „Der Mann leidet unter schweren Wahnvorstellungen aufgrund einer schweren psychiatrischen Erkrankung, so dass mit weiteren schweren Taten zu rechnen wäre“, sagt Oberstaatsanwältin Hingst.

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Ein Artikel von
Bastian Modrow
Lokalredaktion Kiel/SH

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