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"Niedergang der AfD wird beschleunigt"

Petry-Verzicht "Niedergang der AfD wird beschleunigt"

Nachdem die AfD-Chefin Frauke Petry überraschend auf die Spitzenkandidatur verzichtet hat, sehen Politiker in Schleswig-Holstein bereits den Niedergang der Partei kommen.

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AfD-Chefin Frauke Petry zieht sich zurück.

Quelle: Bernd von Jutrczenka

Kiel. AfD-Chefin Frauke Petry verzichtet auf die Spitzenkandidatur ihrer Partei für die Bundestagswahl. Das erklärte sie überraschend in einer kurzen Videobotschaft. Sie werde „weder für eine alleinige Spitzenkandidatur noch für eine Beteiligung in einem Spitzenteam“ zur Verfügung stehen, wie sie in dem Video ankündigt, das sie nur wenige Tage vor dem Bundesparteitag der AfD veröffentlichte.

In Schleswig-Holstein reagierte der AfD-Spitzenkandidat zur Landtagswahl, Jörg Nobis, äußerst knapp. Er bedauere Petrys Entscheidung, aber: „Ich bin mir sicher, dass wir auf dem Bundesparteitag ein gutes Spitzenteam wählen werden.“

Stegner: In den Parlamenten nichts verloren

Dagegen sieht Schleswig-Holsteins SPD-Chef Ralf Stegner ersten Grund für Optimismus. Grundsätzlich unterscheide er nicht zwischen guten und bösen Rechtspopulisten. „Ob Petry oder Höcke: Es ist alles eine Partei, die in den Parlamenten nichts verloren hat.“

Möglicherweise sei das Führungschaos bei der AfD der Anfang vom Ende. „Für die deutschen Parlamente wäre das ein Segen. In Schleswig-Holstein bleibt eines unserer Ziele: Die AfD muss aus dem Landtag herausgehalten werden.“

Interne Machtkämpfe und Schlägereien

CDU-Spitzenkandidat Daniel Günther äußerte sich ähnlich. „Diese Partei ist mit oder ohne Frauke Petry nicht parlamentstauglich“, sagte er. „Auch in Schleswig-Holstein fällt die AfD nur durch interne Machtkämpfe und Schlägereien auf.“

Wolfgang Kubicki (FDP) deutet Petrys Rückzug als Kapitulation im Kampf gegen die parteiinternen Rechtsradikalen. „Das wird den Niedergang der AfD mit Sicherheit weiter beschleunigen.“

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Ein Artikel von
Christian Hiersemenzel
Landeshaus-Korrespondent

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