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Ampeln sollen Auffahrt auf A23 steuern

Pilotprojekt gegen Staus Ampeln sollen Auffahrt auf A23 steuern

Ein Reißverschlussverfahren nach System – das testet ab Freitag der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV-SH) an drei Anschlussstellen der Autobahn 23. An den Auffahrten Pinneberg-Mitte, Halstenbek-Rellingen und Halstenbek-Krupunder sollen Ampeln die Autos zu Stoßzeiten beim Einfädeln steuern.

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An den Anschlussstellen Pinneberg-Mitte, Halstenbek-Rellingen und Halstenbek-Krupunder gibt es jetzt Ampeln.

Quelle: Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr

Halstenbek.  "Ziel ist es, vor allem während der Spitzenzeit des Berufsverkehrs zwischen sechs und neun Uhr morgens den Verkehrsfluss zu verbessern, indem wir Rückstau-Effekte möglichst vermeiden", sagt Torsten Conradt, Direktor des LBV-SH. 

Die Grünphase der Ampeln an den Auffahrten reicht für jeweils ein Fahrzeug. So soll vermieden werden, dass sich mehrere Autos in eine Lücke einfädeln und ein starkes Abbremsen anderer verursachen. "Wenn nur einer stark bremst, schaukelt sich das nach hinten hoch, sodass es zum Stau kommt. Diesem Ziehharmonika-Effekt sollen die Ampeln entgegenwirken", erklärt Harald Haase, Sprecher des Wirtschaftsministeriums. "Wenn sich jeweils nur ein Fahrzeug einfädelt, fließt der Verkehr zwar zäh, aber er fließt." Das System trage auch zu mehr Verkehrssicherheit bei. Haase betont jedoch, dass die Wirkung nur unmittelbar auf die Anschlussstellen beschränkt bleiben werde, die täglichen Staus zwischen der A23 und der A7 würden damit nicht verhindert. Bis zu 89.000 Fahrzeuge rollen täglich über den Abschnitt der A23. 

In der einmonatigen Probephase werden die Ampeln feinjustiert. Algorithmen und Sensoren berechnen, wann die Ampeln eingeschaltet werden. Sobald die Verkehrslage nicht mehr positiv zu beeinflussen ist, sollen sich die Ampeln automatisch abschalten. Die Kosten der Anlage belaufen sich auf 312.000 Euro.

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Ein Artikel von
Fatima Krumm
Volontärin

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