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Das Telefon bleibt der beste Draht bei Sorgen

Plakatwettbewerb „Nummer gegen Kummer“ Das Telefon bleibt der beste Draht bei Sorgen

Damit die „Nummer gegen Kummer“ auch in Zukunft intensiv genutzt wird, brachte der Landesverband des Kinderschutzbundes einen bislang einmaligen Plakatwettbewerb auf den Weg. Mehr als 400 Schüler aus 29 Klassen im Norden reichten 70 Entwürfe ein. Am Mittwoch wurden die drei Siegerplakate vorgestellt.

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Das Siegerplakat der Klasse 7c der Sönke-Nissen-Gemeinschaftsschule Glinde. Auf dem Foto (von links): Nisan Arisli (13), Sozialministerin Kristin Alheit, Elif Tapakan (13), Irene Johns vom Kinderschutzbund und Aga Maceocha (13).

Quelle: Sven Janssen

Kiel. „Natürlich hätten wir auch wie sonst üblich eine Agentur für die Werbekampagne beauftragen können“, erklärte die Kinderschutzbund-Landesvorsitzende Irene Johns: „Aber diesmal wollten wir ganz bewusst von unserer Zielgruppe wissen, wie wir sie am besten durch Plakate ansprechen können.“ Aus diesem Grund blieb auch die Jury mehrheitlich von Kindern und Jugendlichen besetzt.

Drei der 70 Entwürfe schafften es im Wettbewerb bis ganz nach oben. Sie werden künftig in den Bussen das Autokraft, in Schulen oder Sportvereinen für die „Nummer gegen Kummer“ werben. Zudem können sich die drei Siegerklassen über jeweils 500 Euro Preisgeld freuen. Zu ihnen zählt die 7c der Sönke-Nissen Gemeinschaftsschule in Glinde. Ihre farbige Handzeichnung zeigt ein vor einem Telefon kauerndes Mädchen. Die siebte Klasse der Gemeinschaftsschule Bredstedt wählte ein ähnliches Motiv eines sorgenvoll, traurig blickenden Mädchens, allerdings als Foto gestaltet mit dem Textzusatz „Wir helfen euch!!!“. Das dritte Siegermotiv ist das Werk von Fünftklässlern der der Richard-Hallmann-Schule in Trappenkamp, das 42 Linolschnittbilder telefonierender Kinder und Jugendliche in fünf verschiedenen Farben zeigt.

Hier finden Sie Bilder des Wettbewerbs zur Plakatgestaltung für die "Nummer gegen Kummer".

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Trotz fortschreitender Kommunikationsmöglichkeiten in sozialen Netzwerken oder immer stärkere Nutzung digitaler Nachrichtendienste von Jugendlichen soll das Telefon auch in Zukunft das wichtigste Beratungsmedium des Kinderschutzbundes bleiben. „Die Stimme ist nach wie vor ein wichtiger Faktor, um die Bedeutung des im Gespräch vorgetragenen Problems richtig einschätzen zu können“, betonte der Bundes-Vorstandschef des Vereins „Nummer gegen Kummer“, Klaus Hoppe.

Die Idee eines Beratungschats im Internet habe der Verein inzwischen wieder verworfen. Die unmittelbare schriftliche Beantwortung problembehafteter Fragen sei von ehrenamtlichen Mitarbeitern nicht zu leisten. Zudem stelle sich das Problem der Sicherheit sensibler Daten im Internet. Jetzt möglich ist eine anonyme E-Mail-Beratung. So könnten sich Mädchen und Jungen auf der Internetseite www.nummergegenkummer.de einen entsprechenden Zugang zum E-Mail-System einrichten und auf dieser Weise ihre Fragen an die Berater stellen.

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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