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Betrüger boten Jobs als Waren-Agenten

Polizei ermittelt Betrüger boten Jobs als Waren-Agenten

Ein simples Angebot für einen Nebenjob: Aber mindestens drei Frauen aus dem Großraum Rendsburg, die sich über ein Kleinanzeigenportal als sogenannte Waren-Agenten anwerben ließen, sind in Betrugs- und Geldwäschefälle verstrickt.

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Die Agenten sollten Pakete prüfen und ins Ausland weiterschicken.

Quelle: Oliver Berg/dpa

Rendsburg. Das bestätigten die Polizeidirektion Neumünster und das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein am Dienstag. Die Kriminalpolizei Rendsburg ermittelt. „Den Interessierten wird eine Vergütung versprochen dafür, dass sie sich Pakete schicken lassen, diese auf ihren Inhalt prüfen und sie dann meist ins Ausland weiterleiten“, erklärte Sönke Hinrichs, Sprecher der Polizei Neumünster, die Masche. Doch statt des leicht verdienten Geldes kämen anschließend Ermittler: „Früher oder später klingelt die Polizei an der Tür der ahnungslosen Jobber.“

Hintermänner sitzen wohl in Osteuropa

Der Grund dafür sind die illegalen Machenschaften der Hintermänner: Dass die Drahtzieher im (ost-)europäischen Ausland sitzen könnten, ist ein Aspekt in den Ermittlungen – steht aber noch nicht fest. In jedem Fall aber sollten die Angestellten als Waren-Agenten die Pakete vorzugsweise nach Osteuropa, beispielsweise Russland, aber auch nach England schicken.

Diesen Weg wählen die Kriminellen nicht von ungefähr: Er ist vielmehr eine Möglichkeit, den tatsächlichen Warenfluss zu verschleiern und die Spuren zu verwischen. Denn die Pakete, welche die Agentinnen im Rendsburger Raum erhielten, könnten sogar regulär bestellt sein – jedoch mit falschen oder illegal erlangten Daten bezahlt. Die Ermittlungen der Kripo Rendsburg dauern an, aktuell bleibt der Polizei daher nur, vor dieser Art von Nebenjob zu warnen.

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Ein Artikel von
Niklas Wieczorek
Lokalredaktion Kiel/SH

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