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Polizei erwischt massenhaft Gurtmuffel

Schleswig-Holstein Polizei erwischt massenhaft Gurtmuffel

Erschreckende Ergebnisse der Gurt- und Handykontrollen in Schleswig-Holstein: Fast jeder Zehnte war in den kontrollierten 9000 Fahrzeugen nicht oder nicht richtig angeschnallt. Mehr als jeder 16. Autofahrer wurde mit dem Handy in der Hand erwischt.

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Gut 9000 Autofahrer wurden in der vergangenen Woche wie hier in Eckernförde von der Polizei kontrolliert.

Quelle: Sonja Paar

Kiel. Landesweit hatte die Landespolizei Schleswig-Holstein in der vergangenen Woche Autofahrer schwerpunktmäßig auf Einhaltung der Gurtpflicht und des Handyverbots am Steuer kontrolliert. Obwohl die Aktion in den Medien angekündigt worden waren, stellten die Beamten immer wieder Verstöße fest. Besonders erschreckend: Auch 16 Kinder waren nicht richtig während der Fahrt gesichert - eine Fahrlässigkeit der Erwachsenen, die tödlich enden kann.

584 Fahrer mit Handy in der Hand

Insgesamt waren  856 Fahrzeuginsassen nicht oder nicht ausreichend gesichert. Mit dem Handy in der Hand erwischten die Beamten 584 Autofahrer - und zwar von jung bis alt. Hinzu kamen 36 Fälle, bei denen die Fahrer unter Alkohol oder anderen Drogen standen oder keinen Führerschein beziehungsweise keinen  Versicherungsschutz hatten. Außerdem wurden zwei Autofahrer gefasst, die per Haftbefehl gesucht worden waren.

"Es ist der zweite Kontrollschwerpunkt, den wir in der Kombination Gurt/Handy gesetzt haben. Durch die Bilanz sehen wir uns in unserer Linie bestätigt, konsequent gegen zwei Delikte vorzugehen, die entweder Unfälle verursachen oder besonders schwere Unfallfolgen auslösen", erklärte Axel Behrends, beim Landespolizeiamt verantwortlich für Verkehrssicherheitsarbeit.

"Sicherheitsgurt ist bester Lebensretter"

Denn jeder fünfte Fahrzeuginsasse, der 2016 bei einem Autounfall ums Leben kam, ist nicht angeschnallt gewesen. Selbst bei niedriger Geschwindigkeit steigt die Gefahr, bei einem Unfall schwer verletzt oder sogar zu sterben, massiv an, wenn man den Gurt nicht richtig nutzt. "Der Sicherheitsgurt verhindert keine Unfälle, aber er ist der beste Lebensretter, den wir im Fahrzeug haben", erklärte Behrends.

Auf die Ablenkung durch Handynutzung am Steuer ist nach internationalen Studien jeder 7. bis 10. Verkehrsunfall zurückzuführen. "Wir haben positive Rückmeldungen von den Kontrollkräften bekommen, dass Fahrer nach direkter Ansprache des Verstoßes oft eingesehen haben, dass schon der kurze Blick aufs Handy einen sekundenlangen Blindflug bedeutet", erklärte Behrends.

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