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Polizei warnt vor brutaler Einbrecherbande

Staatsanwaltschaft Kiel Polizei warnt vor brutaler Einbrecherbande

Polizei und Staatsanwaltschaft in Kiel jagen eine skrupellose Einbrecherbande, die bereits 2010 bis 2013 mit gleichermaßen brutalem wie professionellem Vorgehen aufgefallen war – und jetzt wieder zugeschlagen hat, vor allem im Umkreis von Bad Segeberg.

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Polizei und Staatsanwaltschaft warnen vor einer brutalen Einbrecherbande.

Quelle: kae (Archiv)

Kiel. „Mindestens drei Taten sind in jüngerer Zeit begangen worden, deren Muster in die Serie passen“, sagt Oberstaatsanwältin Birgit Heß und bestätigt damit Informationen von KN-online. Drei Jahre lang hatte die Bande immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. Ihr Muster: Gezielt suchten die Täter sich abgelegene Häuser älterer Menschen vorzugsweise auf dem Land aus, in die sie nachts einbrachen. „Das Perfide war, dass sie stets darauf Acht gaben, dass die Bewohner zu Hause waren“, berichtet Heß. Mit dem Schein von Taschenlampen weckten die maskierten Täter ihre Opfer, übten massive psychische Gewalt auf die Betroffenen aus, fesselten sie mit Kabelbindern und ließen sich Tresore, Geld- und Schmuckverstecke zeigen.

Die Polizei zählte Überfälle nach diesem Muster unter anderem in Oersdorf und Kaltenkirchen im Kreis Segeberg. Die Unbekannten hinterließen laut der Staatsanwältin nie Spuren – bis zu einer Tat im Oktober 2013 in Hartenholm, als die Ermittler an einer Trinkflasche die DNA-Spur eines Verdächtigen fanden. 2014 verurteilte das Landgericht in Kiel den geständigen Artem G. (33) aus Neumünster zu einer Gefängnisstrafe von sechseinhalb Jahren. Ein 42-jähriger Mitangeklagter wurde aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Die Männer waren in der Transport- und Logistikbranche tätig.

Polizei und Staatsanwaltschaft gehen davon aus, dass der Rest der Bande jetzt wieder aktiv ist. „Wieder gehen die Täter extrem kontrolliert und kompromisslos vor, setzen auf Schockmomente ihrer Opfer“, so Heß. Konkret geht es um einen Raub in Belau im Kreis Plön in der Osterwoche 2014 sowie um zwei Taten in diesem Jahr im Kreis Segeberg. Das erste Mal schlugen die Kriminellen in Rickling in der Nacht vom 9. auf den 10. Januar zu, ein zweites Mal in Hasenmoor in der Nacht vom 27. auf den 28. Juni.

Die Serientäter sprechen nach Angaben ihrer Opfer Deutsch mit osteuropäischem Akzent. Die Polizei ist sicher, dass sie potenzielle Tatorte vorher auskundschaften, möglicherweise sogar mit Fahrzeugen Erkundungsfahrten über Land unternehmen.

Unklar ist, um wie viele Täter es sich handelt. Überfallene berichten, es seien zwei bis drei Maskierte in den Häusern aufgetreten.

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