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Die Suche nach Ceetin K. geht weiter

Polizeieinsatz auf Amrum Die Suche nach Ceetin K. geht weiter

Nach zweieinhalb Tagen Suche nach dem vermissten irakischen Flüchtling Ceetin K. hat die Polizei den Einsatz auf Amrum unter-, aber nicht abgebrochen. „Wir wollen nächste Woche mit einem größeren Kräfteeinsatz zurückkehren“, sagte Sandra Otte, Sprecherin der Polizei Flensburg.

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Suche in den Dünen auf Amrum: Spezialkräfte der Polizei durchkämmen die Insel nach der Leiche des Vermissten.

Quelle: Polizei Flensburg

Amrum. Die Mordkommission der Bezirkskriminalpolizei geht davon aus, dass der 28-Jährige auf der Insel getötet wurde – und seine Leiche noch dort ist. Deshalb waren seit Mittwoch etwa 40 spezialisierte Suchkräfte und mehrere Leichenspürhunde auf der Insel unterwegs. Spätestens ab Dienstag wollen sie die Suche fortsetzen. „Ich gehe davon aus, dass wir dann fündig werden“, sagte Otte.

Die Hintergründe des Falles sind rätselhaft, das Szenario gespenstisch: Ende April wurde Ceetin K. zuletzt von Zeugen auf Amrum gesehen, erläuterte Otte. Nach ersten Ermittlungen ging die Polizei davon aus, dass er sich mit zwei Begleitern von der Insel entfernt hatte. Einige Wochen später tauchten die allerdings wieder am Fähranleger in Dagebüll auf – und gaben an, niemals mit Ceetin K. unterwegs gewesen zu sein.

Das Wetter erschwerte die Suche für die Hunde

Die Polizei ermittelte weiter und schlussfolgerte: Ceetin K. dürfte auf Amrum getötet worden sein, und seine Leiche müsste auf der Insel zu finden sein. Jetzt die Suchaktion. „Wir warten daher darauf, dass die Hunde irgendwo anschlagen“, erläuterte Otte, „und dann graben wir.“

Zum Ausklang der Woche machte den Spürhunden, Hundeführern und dem technischen Zug aus Eutin das Wetter extrem zu schaffen. „Der starke Wind erschwerte es den Hunden, Leichengeruch zu lokalisieren“, sagte Otte. Die Suche soll nun spätestens am Dienstag weitergehen. Zu einer Frage machte die Sprecherin keine Angaben: Geht die Polizei davon aus, dass der Täter noch auf der Insel ist? „Zu Beschuldigten können wir aus ermittlungstaktischen Gründen nichts sagen.“

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