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Positive Bilanz der A7-Arbeiten

Hamburg Positive Bilanz der A7-Arbeiten

Nach der Vollsperrung ist vor der Vollsperrung: Anfang Juli wird das Autobahndreieck Hamburg-Nordwest erneut ein Wochenende lang voll gesperrt — das letzte Mal in diesem Jahr.

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Für Autofahrer war die A 7-Vollsperrung am Autobahndreieck Hamburg Nordwest ein harte Nervenprobe. (Symbolfoto)

Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa

Hamburg. Nach der überstandenen Vollsperrung mit kilometerlangen Staus wird das Autobahndreieck Hamburg-Nordwest am ersten Juli-Wochenende erneut Autofahrern Zeit und Nervenkraft kosten. „Wir wollten ursprünglich schon am nächsten Wochenende erneut eine Vollsperrung machen, haben das dann aber nach Absprache mit den Behörden um eine Woche geschoben“, sagte Peter Caspar Hamel vom federführenden Baukonsortium Via Solutions Nord am Montag in Quickborn. Studien hätten ergeben, dass im langjährigen Vergleich am ersten Juli-Wochenende mit weniger Verkehr zu rechnen sei als Ende Juni.

Ob das auch diesmal so sein wird, scheint fraglich: Denn im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen beginnen am Montag (29. Juni) die Schulferien — das erste Ferienwochenende wäre also Anfang Juli.

Die Verkehrsprobleme ausgenommen zog Via Solutions Nord eine durchweg positive Bilanz der Arbeiten während der Vollsperrung am vergangenen Wochenende. „Der Abriss der Brücke Frohmestraße über die Autobahn und die Montage von zwei Stahlkonstruktionen-Ersatzbrücken für Fußgänger und Radfahrer beziehungsweise Autos hat perfekt geklappt“, sagte Hamel am Montag. „Wir konnten die A7 Montagfrüh bereits gegen 3.30 Uhr wieder freigeben und damit anderthalb Stunden früher als geplant.“

Am Wochenende hatten Hunderte Menschen die millimetergenaue Arbeit eines der größten Kräne überhaupt verfolgt. „Es herrschte dabei fast Volksfeststimmung“, sagte Hamel. Die 45 Meter lange Auto-Ersatzbrücke wiegt 97 Tonnen.

Die Autobahn war seit Freitagabend 22.00 Uhr zwischen der Anschlussstelle Schnelsen und dem Dreieck Nordwest gesperrt. Der Verkehr staute sich nach Norden und Süden bis zu sechs Kilometer lang. Am Sonntag entspannte sich die Lage etwas. Trotzdem bildeten sich auch da mehrere Kilometer lange Staus. Auch die Ausweichstrecken war teils verstopft. „Es gab keine besonderen Vorkommnisse, die Sache ist relativ glimpflich abgelaufen“, sagte ein Hamburger Polizeisprecher.

Die beiden Stahl-Ersatzbrücken sollen in der Nacht zu Mittwoch freigegeben werden. „Es müssen noch die Rampen zu den etwa 1,50 Meter höher als die Straßenanbindung liegenden Brücken fertiggestellt werden“, sagte Hamel. Die Brücken müssten höher liegen, damit der geplante Autobahn-Lärmschutzdeckel darunter errichtet werden könne. Die Brücken sollen bis zur Fertigstellung des Deckels 2018 genutzt werden. Der Verkehr auf der einspurigen Autobrücke wird per Ampel geregelt.

Bei der nächsten Wochenend-Vollsperrung von Freitagabend 3. Juli 22.00 Uhr bis Montag 6. Juli 5.00 morgens wird eine andere Brücke in Hamburg-Schnelsen abgerissen und ebenfalls durch eine Stahlkonstruktion ersetzt. Es handelt sich um die Brücke Heidlohstraße. Auch hier werden wieder holländische Spezialisten und der Kran, der bis zu 700 Tonnen heben kann, zum Einsatz kommen. „Dies wird in diesem Jahr die letzte A7-Vollsperrung für ein ganzes Wochenende sein“, sagte Hamel. Es sei dann allenfalls noch mit Sperrungen in einzelnen Nächten zu rechnen.

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