14 ° / 2 ° heiter

Navigation:
Schulen gegen sexuelle Gewalt

Projektstart Schulen gegen sexuelle Gewalt

In jeder Schulklasse sind statistisch gesehen ein bis zwei Kinder von sexueller Gewalt betroffen. In Schleswig-Holstein sollen deshalb alle Schulen gezielte Hilfe und Schutzraum bieten. Das ist das Ziel der Initiative „Schule gegen sexuelle Gewalt“. Am Sonnabend wurde es in Kiel vorgestellt.

Voriger Artikel
28-Jähriger lebensgefährlich verletzt
Nächster Artikel
Rangeleien am Rand von AfD-Veranstaltung

 Der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig (CDU), spricht Klartext: "Sexueller Kindesmissbrauch passiert nie zufällig."

Quelle: Soeren Stache/dpa

Kiel. Odenwaldschule, Regensburger Domspatzen, Stift Kremsmünster - Diese Namen stehen stellvertretend für vielfaches Leid von Kindern und für die Erkenntnis: Jeder Ort kann ein gefährlicher Ort für Kinder sein. "Sexuelle Gewalterfahrungen gehören bei uns in Deutschland immer noch zum Alltag. Nach den Zahlen der Weltgesundheitsorganisation müssen wir davon ausgehen, dass rund eine Million Kinder und Jugendliche sexuelle Gewalt erlitten haben oder aktuell erleiden. Das sind im Durchschnitt ein bis zwei Kinder pro Schulklasse!", sagt der Unabhängige Beauftragte für Fragen sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig.

Erwachsene müssen Verantwortung übernehmen

Die Erwachsenen, so appelliert Rörig eindringlich, müssen endlich Verantwortung übernehmen für den Schutz der Mädchen und Jungen, weil diese sich niemals alleine vor sexuelle Gewalt schützen können. Rörig hat deshalb zusammen mit den Kultusbehörden der Länder die Initiative "Schule gegen sexuelle Gewalt" aus der Taufe gehoben. Wie erkenne ich Missbrauch bei Kindern? Wie gehe ich dann vor? Wo bekomme ich Hilfe? Schulen sollen das Fachwissen bekommen, um ein Schutzkonzept zu entwickeln, nach dem sie bei einem Verdachtsfall vorgehen. Das soll den Lehrern Sicherheit geben, sie aber auch vor dem Vorwurf schützen, sie würden das Image der Schule gefährden.

Das Schutzkonzept soll aber auch Präventionsmaßnahmen erhalten. das gilt auch für den immer größeren bereich der sexuellen Gewalt im Internet: Kinder, so fordert Rörig, müssen noch besser über die Missbrauchsrisiken im Internet aufgeklärt werden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Heike Stüben
Lokalredaktion Kiel/SH

Das THW-Magazin

Erfahren Sie mehr!
Einblicke hinter die
Kulissen des THW-Kiel

THW-Liveticker

Verfolgen Sie alle Spiele vom THW Kiel in unserem Liveticker.

Anzeige
ANZEIGE
Mehr aus Nachrichten: Schleswig-Holstein 2/3