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Sylt-Autozug im eingeschränkten Modus gestartet

RDC Sylt-Autozug im eingeschränkten Modus gestartet

Der erste Tag verlief beim Sylt-Autozug ohne besondere Zwischenfälle. In zwei Monaten beginnt aber erst der reguläre Betrieb mit 14 Fahrten täglich.

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Ein Autozug des privaten Bahnbetreibers RDC transportierte zur Jungfernfahrt elf Fahrzeuge über den Hindenburgdamm.

Quelle: dpa

Sylt. Eine Familie aus Mainz wollte zum Start unbedingt ganz vorne dabei sein: Ihren Van hatten sie in Westerland bereits um 8.35 Uhr auf die Wartespur 1 gestellt, um die Premierenfahrt des privaten Bahnbetreibers Railroad Development Corporation (RDC) bloß nicht zu verpassen. Begrüßt wurden die Mainzer, die ihren Urlaub auf der Nordseeinsel verbracht hatten, dann persönlich vom amerikanischen RDC-Eigentümer Henry Posener III. Pünktlich um 9.25 Uhr rollte der Autozug Sylt am Dienstag mit insgesamt elf Fahrzeugen an Bord über den Hindenburgdamm. „Der Start verlief reibungslos, alle Fahrpläne konnten eingehalten werden, wir sind sehr zufrieden“, fasste RDC-Sprecherin Meike Quentin am Abend zusammen.

 Zunächst verkehrt der auffällig blau lackierte Autozug, der die lukrative Trasse über den Hindenburgdamm in Konkurrenz zur Deutschen Bahn betreibt, nur in einer 300-Meter-Kurzversion, nur werktags und auch nur mit eingeschränktem Fahrplan. Grund sind umfangreiche Bauarbeiten an der Strecke und am Bahnhof Westerland, die die DB Netz für November und Dezember angekündigt hat.

 Um Kunden für ihr Angebot zu begeistern, bietet RDC deshalb bis zum 4. November Aktionstickets zum Preis von 25 Euro an. „So können Syltfahrer uns einfach mal ausprobieren“, sagte RDC-Deutschland-Geschäftsführer Karsten Nagel. Der reguläre Ticketpreis für die Hin- und Rückfahrt sollen dann ab 14. November 70 Euro für Pkw und kleine Lkw betragen, teilte RDC mit. Eine Rückfahrkarte in den roten Sylt-Shuttle-Waggons des Konkurrenten Deutsche Bahn kostet mindestens 79 Euro.

 Erst mit Beginn des Winterfahrplans ab 11. Dezember soll der reguläre Betrieb mit täglich insgesamt 14 Fahrten über den Hindenburgdamm angeboten werden – dann ebenfalls mit dem insgesamt 600-Meter-Langzug. „Auch wenn wir unseren Service noch nicht in vollem Umfang anbieten können, freuen wir uns darauf, nun endlich loszufahren“, sagte RDC-Geschäftsführer Jens Arne Jensen. Eigentlich hatte RDC seinen Start bereits vor zehn Monaten geplant.

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Ein Artikel von
Jan von Schmidt-Phiseldeck
Wirtschaftsredaktion

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