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Blitzer sollen noch im August stehen

Rader Hochbrücke Rendsburg Blitzer sollen noch im August stehen

Wer mehr als 60 Stundenkilometer fährt, muss zahlen: Das Land will ab Ende August auf der maroden Rader Hochbrücke zwei feste Blitzer-Säulen pro Fahrtrichtung installieren. Die Geräte sollen dabei zunächst ausschließlich den Lkw-Verkehr überwachen.

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Mit vier Blitzer-Säulen verstärken die Behörden die Geschwindigkeitskontrollen von Lastwagen auf der maroden Rader Hochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal bei Rendsburg.

Quelle: Sven Hoppe/ dpa/ Archiv

Rendsburg. „Sollte sich herausstellen, dass künftig auch eine intensivere Kontrolle des Pkw-Verkehrs erforderlich ist, kann die Überwachung ausgeweitet werden“, sagte Verkehrs-Staatssekretär Frank Nägele am Montag. Die Anschaffungskosten sollen im „niedrigen sechsstelligen Bereich“ liegen. Installation und Betrieb der Anlagen übernimmt der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr. Die Auswertung der Daten erfolgt bei der Landespolizei.

„Jetzt haben wir eine klare Regelung“, sagte Nägele: „Jeder Fahrer weiß, woran er ist.“ Ursprünglich war angedacht, den Kreis die Kontrollen durchführen zu lassen. Ein offener Streitpunkt blieb jedoch die Dauer der Aktion, da das Land weiterhin die Einführung einer sogenannten Section Control plant. Dabei wird gemessen, wie lange ein Fahrzeug für eine bestimmte Wegstrecke braucht. Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) will jedoch zunächst die Erfahrungen aus einem entsprechenden Pilotversuch in Niedersachsen abwarten.

Die FDP ist dafür, die umstrittene Technik ganz zu den Akten zu legen: „Die Landesregierung sollte diese Ankündigung zum Anlass nehmen, um von der fragwürdigen Section-Control-Technologie endlich offiziell Abstand zu nehmen“, sagte der Verkehrsexperte Christopher Vogt. Zudem dürfe die Geschwindigkeitsmessung nicht ausgeweitet werden, solange nicht eindeutig nachgewiesen werden kann, dass auch zu schnell fahrende Pkw die Restlebensdauer der Brücke verkürzen. „Überhöhte Geschwindigkeiten können ein noch früheres Aus für die Rader Hochbrücke bedeuten. Darum sind Geschwindigkeitsmessungen völlig richtig“, sagte der CDU-Verkehrsexperte Hans-Jörn Arp. Allerdings dürfe sich Meyer nicht auf den Blitzern ausruhen, sondern müsse das Ersatzbauwerk mit allen Kräften vorantreiben.

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Ein Artikel von
Patrick Tiede
Redaktion Lokales Kiel/SH - Landeshaus-Korrespondent

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