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Rockstar Udo Lindenberg plant Panik City

Hamburg Rockstar Udo Lindenberg plant Panik City

Für museumsreif hält sich Udo Lindenberg nicht. Was der Rockstar im Herbst in Hamburg eröffnen will, soll zwar eine Zeitreise durch sein „Udoversum“ werden, aber mit „Hightech und Hightext“.

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Auf 700 Quadratmetern können Besucher dann auf visuelle Zeitreise mit Udo Lindenberg gehen.

Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa

Hamburg. Rockstar Udo Lindenberg (71) errichtet eine „Panik City“. An der Hamburger Reeperbahn will er mit der „Udo Lindenberg Experience“ Fans in seine Welt eintauchen lassen – auf einer Tour mit virtuellem Udo als ganz persönlichem Panik-Paten an der Seite. „Das wird kein Museum und keine Memory-Show, sondern ein Flug durch das Udoversum aus Hightech und Hightext, Multimedia und Magie“, sagte Lindenberg am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Das Millionenprojekt soll mit hohen Panoramawänden und modernster Technik im Klubhaus St. Pauli entstehen und im Herbst eröffnen.

Auf 700 Quadratmetern können Besucher dann auf visuelle Zeitreise mit dem Panikrocker gehen: ob per Drohnenflug über seine Geburtsstadt Gronau, mit dem Sonderzug nach Pankow, im Taxi durch seine Wahl-Heimat Hamburg zum Hotel „Atlantic“ oder mit dem „Udo-Ufo“ über voll besetzte Stadien. Die Macher setzen dabei vor allem auf Virtual Reality und Augmented Reality, die Inhalte aus der realen Welt mit virtuellen Inhalten kombiniert. „Der virtuelle Udo nimmt die Leute an die Hand und führt sie durch den Panik-Kosmos“, erläuterte Lindenberg sein Vorhaben, das ausschließlich privat finanziert wird.

Einstündige Touren sind geplant

In Gruppen von 20 Besuchern starten die einstündigen Touren. „Das wird kein Verweilen beim Bilderbetrachten, sondern eine Erlebniswundermaschine, durch die man schwebt“, sagte der Musiker. Es gebe auch Ausstellungsstücke: von der Platin-Platte bis zum Gold-Trabi. Statt Sonnenbrille wie er aber tragen die Fans Multimedia-Brillen, um sich an Stationen seines Lebens beamen zu lassen – Treffen mit Udos alten Klassenkameraden, Wegbegleitern und Zeitzeugen inklusive. Es geht noch einmal in die DDR, wo der Star aus dem Westen im Ost-Berliner Palast der Republik sang und wo sich Stasi-Akten über ihn stapelten, und ins Kunstatelier, wo er die von ihm erfundenen „Likörelle“ malt.

Auch ein Udo-Hologramm ist geplant. „Man kann mir Fragen stellen, in der Maske und beim Catering dabei sein oder mit mir im knallevollen Stadion auf die Bühne gehen, „Reeperbahn“ singen und gleich aufnehmen lassen“, erzählte Lindenberg. Bald fünf Jahrzehnte dauert seine Karriere, er wurde vom Pionier zum Paten der deutschsprachigen Rockmusik, sang schon früh und immer wieder gegen die Teilung Deutschlands („Mädchen aus Ost-Berlin“) und macht sich seit langem stark gegen Rechts und für eine „Bunte Republik Deutschland“. Auch um sein politisches Engagement soll es in der „Panik City“ gehen.

Lindenberg setzt sich selbst ein Denkmal

Gemeinsam mit Theaterchef und Unternehmer Corny Littmann (Schmidt Theater, Schmidts Tivoli) sowie Produzent und Gastronom Axel Strehlitz, beide Betreiber des Klubhauses St. Pauli, verwirklicht er das Projekt.

Er fühle sich geehrt, sagte Lindenberg, und freue sich auf die Reeperbahn, der er selbst musikalisch ein Denkmal gesetzt hat und wo ihm ein Stern auf dem Gehweg vorm ehemaligen „Café Keese“ gewidmet ist. „Ritze, Docks, Große Freiheit – der Kiez, das ist doch mein echtes Zuhause.“ Im Sommer fällt dort im Operettenhaus der letzte Vorhang für sein Musical „Hinterm Horizont“ - dann geht’s für Fans in der „Panik City“ weiter.

Von dpa

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