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Hubschrauber machen Sorgen

Marine Hubschrauber machen Sorgen

Die Marine hat erneut Probleme mit ihren Hubschraubern. In dieser Woche konnte die Seenotbereitschaft der Marineflieger nur mit Mühe aufrecht erhalten werden. Grund waren technische Probleme an den Maschinen. Das bestätigte die Marine auf Anfrage. Am Mittwoch waren von 43 Hubschraubern nur zwei einsatzklar.

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Sea-King-Hubschrauber im Ostsee-Einsatz – solche Bilder sind keine Selbstverständlichkeit mehr. Technische Probleme legen immer wieder Maschinen lahm.

Quelle: Frank Behling

Rostock. Trotz dieses Mangels sei die Seenotbereitschaft an der deutschen Küste bestehen geblieben. Am Fliegerhorst in Nordholz steht eine Maschine für Notfälle bereit. Dass diese Maschine dringend notwendig ist, zeigten die Einsätze der Seenotretter in dieser Woche. Am Dienstag rettete die Besatzung des einzigen einsatzbereiten Sea-King-Hubschraubers vor Grömitz einen in Not geratenen Segler.

 In der Woche war von 22 Sea-Lynx-Hubschraubern zudem nur eine Maschine einsatzklar. 15 dieser Bordhubschrauber standen in Nordholz. Zwei befinden sich auf der Fregatte „Hamburg“ im Mittelmeer. Bei den deutlich älteren Sea-King-Hubschraubern hatte sich die Lage kurzzeitig auch dramatisch verschärft. Es wurden Schäden an Kabelbäumen an mehreren Maschinen festgestellt. Folge: Nur eine Maschine war in der Woche einsatzklar. Eine zweite Maschine war an Bord eines Versorgers im Mittelmeer eingeschifft.

 Ein Sprecher des Marinekommandos bestätigte, dass bei drei Maschinen kurzfristige Instandsetzungsmaßnahmen erforderlich geworden seien. Das führte zum reduzierten Klarstand in dieser Woche. Derzeit arbeitet die Marine fieberhaft an den Reparaturen. Noch am Wochenende werden erste Erfolge erwartet, so dass zumindest zwei Maschinen am Fliegerhorst in Nordholz für Einsätze bereit stehen. Bis das aber so weit ist, müssen dänische, schwedische oder polnische Hubschrauber mit aushelfen, falls es zu einer größeren Notlage in der Ostsee kommt.

 Die SAR-Bereitschaft der Marine mit einem Hubschrauber sei aber durchgängig gegeben gewesen, so der Marinesprecher. Bei größeren Unglücken – wie 2010 beim Brand der „Lisco Gloria“ oder dem Feuer auf der „Purble Beach“ im Mai – werden meist jedoch zwei bis drei Hubschrauber benötigt. Deshalb ist die Bereitschaft mit nur einer Maschine eine Notlösung.

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Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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