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Russisches Geschwader passierte Helgoland

Marine an Beschattung beteiligt Russisches Geschwader passierte Helgoland

Auf ihrem Weg Richtung Mittelmeer haben acht Schiffe der russischen Marine am Freitag das Seegebiet 120 Kilometer westlich von Helgoland passiert. Das ergaben Recherchen der Kieler Nachrichten.

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Der mehr als 300 Meter lange Flugzeugträger „Admiral Kusnetsow“, fotografiert von norwegischen Aufklärern.

Quelle: Norwegische Marine

Kiel/Helgoland. An der Beschattung des Geschwaders sind nach Informationen KN auch deutsche Kriegsschiffe beteiligt, darunter die Korvette „Ludwigshafen“ der Einsatzflottille aus Kiel. 

„Das ist russisches Muskelspiel. Diese Entwicklung macht mir Angst“, sagte der CDU-Verteidigungsexperte im Bundestag, Ingo Gädechens. „Wenn Russland jetzt vor Syrien einen Flugzeugträger als Plattform für Angriffe auf Aleppo stationiert, ist das kein gutes Zeichen, sondern eine Provokation.“ Beobachtet wird der Kurs des Flottenverbands, auch beim Institut für Sicherheitspolitik der Uni Kiel (ISPK). „Es ist eine reine Machtdemonstration, wenn die größten Schiffe der russischen Flotte durch die Nordsee nach Syrien geschickt werden“, sagt Sebastian Bruns, Leiter der Abteilung Maritime Strategie und Sicherheit beim ISPK.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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Kommentar

Die Bilder der südwärts durch die Nordsee stampfenden grauen Kolosse erinnern an den Kalten Krieg. Ein Geschwader aus acht russischen Schiffen gab es seit Ende der Sowjetunion 1991 nicht mehr. Dennoch hätte das Bild auch 25 Jahre alt sein können: Alle acht Schiffe gab es damals nämlich schon.

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