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Kielerin wird Geschäftsführerin der Bundes-SPD

Parteipolitik Kielerin wird Geschäftsführerin der Bundes-SPD

Die neue Bundesgeschäftsführerin der SPD kommt aus Kiel: Am Montag hob der Parteivorstand die 38-jährige Juliane Seifert in Berlin auf den Posten. Ihr Amt soll sie Mitte Mai antreten. Vier Jahre war die Stelle vakant, zuletzt besetzte sie die Saarländerin Astrid Klug, die im Juni 2012 aus persönlichen Gründen zurückgetreten war.

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„Jung, modern, tatkräftig“: So beschreiben Parteikollegen Juliane Seifert.

Quelle: Michael Kappeler

Kiel/Berlin. SPD-Bundesvize Ralf Stegner zeigte sich über die Personalie äußerst zufrieden: „Die Biografie von Frau Seifert zeigt, dass sie sich gut in Berlin auskennt und in den Ländern.“ Seifert habe angekündigt, sich intensiv um die Länder im Wahlkampf zu kümmern. „Ich freue mich schon auf die Zusammenarbeit.“

Seifert wurde 1978 in Kiel geboren und lebte bis zu ihrem achten Lebensjahr in Schleswig-Holstein, damals ging sie in die Brüder-Grimm-Grundschule in Kronshagen. Noch heute kommt sie regelmäßig zu Besuchen nach Kiel – wohl auch, weil sie gerne segelt, wie ihr Facebook-Profil verrät. Bislang ist Seifert dem breiten Publikum noch unbekannt, obwohl sie viel Erfahrung in ihrer Partei hat. Schon während ihres Geschichtsstudiums in Düsseldorf und Berlin war sie bei den Jusos aktiv, saß für die Jugendorganisation im Parteivorstand. Später leitete sie das Bundestagsbüro der Abgeordneten Katja Mast und arbeitete als Referentin in mehreren Bundesministerien. Zuletzt verantwortete Seifert die politische Planung in der Staatskanzlei von Rheinland-Pfalz und war maßgeblich daran beteiligt, dass Malu Dreyer sich dort erneut als Ministerpräsidentin durchsetzte.

Für den Wahlkampf ihrer Partei bei der vergangenen Bundestagswahl fand sie im Jahr 2013 harte Worte. Er sei nicht „professionell geführt“ worden, die SPD sei „an der Lebenswirklichkeit vieler Menschen in Deutschland vorbeigerannt“, schrieb sie damals mit vier jungen Parteikolleginnen im Debattenmagazin „Berliner Republik“. Dass sie es besser kann, muss Seifert nun beweisen. Als Bundesgeschäftsführerin wird sie den Bundestagswahlkampf managen. Einen wichtigen Vertrauten im Willy-Brandt-Haus hat sie bereits: Ihr jüngerer Bruder Benjamin Seifert ist dort stellvertretender Sprecher des Parteivorstandes.

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