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Karl-Otto Meyer beigesetzt

SSW-Legende Karl-Otto Meyer beigesetzt

Der bekannteste Vertreter der dänischen Minderheit in Deutschland, Karl Otto Meyer, ist am Freitag beigesetzt worden. Zu den Trauergästen gehörten Schleswig-Holsteins Justizministerin Anke Spoorendonk (SSW), Innenminister Stefan Studt (SPD) und Umweltminister Robert Habeck (Grüne).

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Karl Otto Meyer ist am Sonntagabend gestorben.

Quelle: Angelika Warmuth/dpa

Schafflund. Meyer war am Sonntagabend in Schafflund bei Flensburg im Alter von 87 Jahren gestorben.

Zahllose Kränze, meist in den dänischen Farben Rot und Weiß, schmückten das mit geschätzt 280 Menschen bis auf den letzten Platz gefüllte Gotteshaus in Nordhackstedt. „Es war ein sehr würdevoller und stimmungsvoller Abschied“, sagte SSW-Geschäftsführer Martin Lorenzen nach der Trauerfeier. Otto Meyers Sohn Flemming, heute selbst Parteivorsitzender des SSW, half, den Sarg auf den angrenzenden Friedhof zu tragen. Ministerpräsident Torsten Albig hatte sein Kommen kurzfristig aus gesundheitlichen Gründen abgesagt.

In seiner Predigt ging der Pastor auf Meyers Erlebnisse als Jugendlicher im Zweiten Weltkrieg ein, die ihn und seinen Kampf für die Minderheit prägten. Zum Abschied von dem „Dänen mit dem deutschen Pass“ erklang das Freiheitslied des dänischen Widerstands gegen das NS-Regime „Altid frejdig, når du går“ („Immer unbefangen, wenn Du gehst“). Karl Otto Meyer saß von 1971 bis 1996 als damals einziger Abgeordneter des SSW im Landtag in Kiel. Nach der vom Barschel-Skandal überschatteten Wahl 1987 weigerte er sich, für einen CDU-Ministerpräsidenten zu stimmen.

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