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Arbeitslosenzahlen im August gestiegen

Schleswig-Holstein Arbeitslosenzahlen im August gestiegen

Die Zahl der Arbeitslosen in Schleswig-Holstein ist im August im Vergleich zum Juli um 2900 auf 93 900 gestiegen. Im Vergleich zum August vergangenen Jahres sei allerdings ein leichter Rückgang um 430 gemeldete Arbeitslose oder 0,5 Prozent zu verzeichnen.

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Die Arbeitslosenquote in Schleswig-Holstein liegt bei 6,1 Prozent.

Quelle: Bernd Wüstneck

Kiel. Das teilte die Arbeitagentur Nord am Donnerstag in Kiel mit. Die Arbeitslosenquote liegt jetzt in Schleswig-Holstein bei 6,1 Prozent (Juli: 5,9 Prozent) und damit etwas höher als in ganz Deutschland mit 5,7 Prozent. Die insgesamt robuste und stabile Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt seit Anfang des Jahres setze sich auch in Schleswig-Holstein fort, sagte Thomas Letixerant, stellvertretender Chef der Arbeitsagentur im Norden. Er rechne damit, dass im September - im Rahmen der typischen „Herbstbelebung“ - die Arbeitslosenzahlen wieder zurückgehen werden.

Anstieg im Vergleich zum Juli nicht überraschend

Der Anstieg der Arbeitslosenzahlen im Vergleich zum Juli komme nicht überraschend: Denn die Betriebe stellten üblicherweise erst nach den Sommerferien neues Personal ein. Außerdem hätten sich auch im August noch - wie im Juli - junge Fachkräfte arbeitslos gemeldet, die nach ihrem Ausbildungsabschluss nicht übernommen wurden. Und als dritten Grund nannte Letixerant, dass Flüchtlinge, die ihre Integrations- und Sprachkurse beendet haben, nun eine Beschäftigung suchen. Insgesamt sind aktuell 19 700 Ausländer arbeitslos gemeldet und damit 3700 mehr als vor einem Jahr.

Im Sozial- und Baubereich werden Leute gesucht

Zu den positiven Eckdaten des Arbeitsmarktes gehört die ungebrochene Arbeitskräftenachfrage auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Seit Jahresbeginn wurden 50 200 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet. Besonders im Bereich Soziales und Gesundheit sowie im Bau- und Gastgewerbe würden Mitarbeiter gesucht, sagte Letixerant.

Abbau in der Finanzwirtschaft

Auch die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist im Juni - das sind die jüngsten Daten - im Vergleich zum Vorjahresmonat kräftig gestiegen: Um 26 500 oder 2,8 Prozent auf 939 200 Beschäftige. Besonders im Gesundheits- und Sozialwesen (+4800), im Handel (+3500) und im verarbeitenden Gewerbe (+3400) sind zusätzliche Jobs entstanden. Nur im Bereich der Finanz- und Versicherungswirtschaft (-300) wurde Beschäftigung abgebaut.

Niedrigste Arbeitslosigkeit in Stormarn

Die niedrigste Arbeitslosigkeit unter den Kreisen hat nach wie vor Stormarn mit 3,5 Prozent, die höchste Dithmarschen mit 6,8 Prozent. Bei den kreisfreien Städten hat Lübeck mit 8,7 Prozent die niedrigste Quote und Kiel mit 9,5 Prozent die höchste. Arbeitsminister Bernd Buchholz (FDP) wertete den Anstieg der Arbeitslosenzahlen im August vor allem als saisonbedingt, „weil immer noch viele Jugendliche einen Ausbildungsplatz und Unternehmen eine Auszubildende oder einen Auszubildenden suchen“.

Von KN-online

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