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BUND fordert Einsatz gegen Glyphosat

Agrarministerkonferenz BUND fordert Einsatz gegen Glyphosat

Klare Forderung des BUND: Landwirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) soll Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt auf der Agrarministerkonferenz davon überzeugen, sich in Brüssel gegen die erneute Zulassung von Glyphosat einzusetzen.

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Robert Habeck zählt zu den Glyphosat-Kritikern unter den Landwirtschaftsministern.

Quelle: Ulf Dahl

Kiel. „Wir erwarten von Robert Habeck und der Agrarministerkonferenz ein starkes Signal für den Verbraucher- und Naturschutz. Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt muss in Brüssel unbedingt gegen die Wiederzulassung von Glyphosat stimmen“, fordert die BUND-Landesvorsitzende Claudia Bielfeldt in dem Offenen Brief. Habeck zählt zu den Glyphosat-Kritikern unter den Landwirtschaftsministern.

Der BUND weist ausdrücklich auf den Krebsverdacht hin, den die Weltgesundheitsorganisation dem umstrittenen Hebizid bescheinigt hat. Daraufhin hatte die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) reagiert und den Pestizidwirkstoff als „wahrscheinlich nicht krebserregend“ eingestuft.  Bielfeldt fordert deshalb mehr Aufklärung der Verbraucher – etwa über die  hormonell wirksamen Eigenschaften von Glyphosat und die Kollateralschäden, die durch Glyphosat bei Tieren und Pflanzen in freier Natur in Kauf genommen würden. „Das Festhalten der Bundesregierung an Glyphosat ist besonders deshalb falsch, weil das bundeseigene Julius-Kühn-Institut im Herbst 2015 aufgezeigt hat, dass in der modernen Landschaft einfach auf Glyphosat verzichtet werden kann.“

Zurzeit läuft das Verfahren, mit dem Glyphosat für weitere zehn Jahre in der EU zugelassen werden soll. Zahlreiche Organisationen haben Petitionen gegen diese Pläne gestartet, unter anderem Foodwatch, WeMove EU und Campact. Dort haben bereits Hunderttausende unterzeichnet. „Die gesundheitlichen Risiken von Glyphosat sind unter Wissenschaftlern umstritten. Das bedeutet: Für eine Neuzulassung fehlt die Grundlage“, erklärt Andreas Winkler von Foodwatch, „das europäische Vorsorgeprinzip muss konsequent angewendet werden. Das bedeutet: Glyphosat darf nicht weiter zugelassen werden, solange der Streit unter Wissenschaftlern andauert.“

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Ein Artikel von
Heike Stüben
Lokalredaktion Kiel/SH

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