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Das Ringen ums Turbo-Abi ist gestartet

Schleswig-Holstein Das Ringen ums Turbo-Abi ist gestartet

Zum Abitur in acht oder neun Jahren? Die Schulkonferenzen der Gymnasien im Land sollen, so will es die neue Landesregierung, entscheiden. Doch das wird nicht so schnell gehen, wie viele Eltern hoffen. Der Koalitionsvertrag ist noch nicht in Kraft, aber das Ringen ums Turbo-Abi hat schon begonnen.

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G8 oder G9 - zwei Buchstaben, zwei Ziffern, die für erneute Diskussionen in Lehrerkollegien, Elternversammlungen und unter Schülern sorgen. 

Quelle: Armin Weigel, dpa

Kiel. Der Weg ist hürdenreich: Zuerst müssen die rechtlichen Grundlagen für die Wende in der Schulpolitik geschaffen werden. Landeseltern- und Landesschülervertretung der Gymnasien fordern von der neuen Landesregierung, dass diese rechtlichen Grundlagen „zeitnah geschaffen werden, damit die Schulen planen und sich vorbereiten können“.

Laut Koalitionsvertrag von CDU, Grünen und FDP soll der neunjährige gymnasiale Bildungsgang zum Schuljahr 2019/20 wieder landesweit Standard werden – beginnend mit den Klassen fünf und sechs. Gymnasien können nur dann dauerhaft bei G8 oder beim Y-Modell bleiben, wenn sich dafür eine 75-prozentige Mehrheit in der Schulkonferenz ausspricht. Der Vorsitzende des Landeselternbeirates der Gymnasien, Thomas Wulff, rechnet mit einer „deutlichen G9-Mehrheit“. Zurzeit gibt es 84 G8-Gymnasien, nur elf G9-Gymnasien und vier Y-Schulen, die acht- und neunjährige Bildungsgänge bieten.

Die Landeschülervertretung kritisiert die 75-Prozent-Hürde. „Eine Zwei-Drittel-Mehrheit sollte ausreichen“, erklärt Kira Kock. Und: Wichtig sei, dass nichts überstürzt wird. Notfalls muss die Umstellung um ein Jahr verschoben werden, fordert Kira Kock, Landesschülersprecherin der Gymnasien.

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Ein Artikel von
Heike Stüben
Lokalredaktion Kiel/SH

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