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Freies WLAN in Regionalzügen geplant

Deutsche Bahn Freies WLAN in Regionalzügen geplant

Mehr als 100000 Nutzer surfen bereits im kostenlosen Netz von #KN_WLAN in der Kieler City, jetzt soll auch der Öffentliche Personennahverkehr in Schleswig-Holstein digitaler werden.  Pläne gab es bereits seit Jahren, nun ist der erste Testzug unterwegs.

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Einsteigen und WLAN testen: Ein Symbol an der Tür weist die Fahrgäste auf das Angebot im Zug hin. Bald sollen die Testbahnen auch zwischen Lübeck und Hamburg verkehren.

Quelle: Bastian Modrow

Kiel. Seit einigen Tagen testen die Landes-Nahverkehrsgesellschaft Nah.SH und die Deutsche Bahn in einem Regionalzug ein kostenloses WLAN-Angebot.

 Pläne gab es bereits seit Jahren, nun ist der erste Testzug unterwegs. Auf der Strecke zwischen Lübeck und Kiel rollt seit wenigen Tagen ein Triebwagen, in dem Fahrgäste auf das kostenlose WLAN zugreifen können – wenn sie denn aufmerksam genug sind und die Symbole an den Türen und die Hinweisplakate im Zug entdecken. Das Einloggen in das System ist dafür umso unkomplizierter.

 Offensiv beworben wird das Angebot vom Verkehrsverbund nicht. „Tatsächlich befinden wir uns noch in der Pilotphase und wollen zunächst einmal Erfahrungen sammeln“, sagt Dennis Fiedel von Nah.SH. Bis Jahresende soll die Technik getestet werden. „Dann werden wir gemeinsam mit der Deutschen Bahn beraten, wie und ob es weitergeht“, so der Verbundssprecher.

Anreize für Pendler schaffen

 Landesverkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) drängt bereits seit Jahren darauf, im ÖPNV mehr Anreize für Pendler zu schaffen, vom Auto auf Busse und Bahnen umzusteigen. In Kiel und Lübeck rollen bereits vernetzte Linienbusse, WLAN in Regionalzügen gibt es bislang nicht. Das könnte sich schnell ändern: „Bereits seit dem Frühjahr haben wir verdeckte Tests gemacht und dabei festgestellt, dass es in Schleswig-Holstein nur wenige Stellen gibt, an denen kein freies WLAN möglich wäre“, sagt Fiedel. Mehr noch: „Das Netz ist stabil, da unser WLAN – anders als im klassischen Mobilfunk – auf alle gängigen Netze der Anbieter zugreifen können“, so der Nah.SH-Sprecher.

 Der Testzug der Marke Lint ist mit einem Funksender bestückt worden, „was völlig ausreicht, um ein stabiles Netz in dem Triebwagen zu gewährleisten“, berichtet Fiedel. Für Tests mit einem weiteren Regionalzug laufen bereits die Vorbereitungen: Auf der stark frequentierten Pendlerstrecke zwischen Lübeck und Hamburg soll er eingesetzt werden. „Gern hätten wir auch auf der Strecke zwischen Kiel und Hamburg Wagen mit WLAN ausgestattet, allerdings würde die Installation von Funksendern die Gewährleistung des Herstellers für die neuen Fahrzeuge aufheben“, erläutert Fiedel.

Kosten noch unklar

 Das Problem ist zurzeit, dass noch unklar ist, wie viel eine Ausstattung aller Züge mit kostenlosem WLAN kosten würde. „Bisher haben wir noch keine verlässlichen Schätzungen für Technik und Betrieb, diese sollten aber bis zum Abschluss des Pilotprojekts vorliegen“, ist der Nah.SH-Sprecher optimistisch.

 Die Kosten für den Test übernimmt das Land. „Es ist uns wichtig, den ÖPNV in Schleswig-Holstein voranzubringen: mit einem modernen und guten Angebot – und dazu gehört natürlich auch WLAN“, sagt Verkehrsstaatssekretär Frank Nägele.

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