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„Finchen“ zieht Gäste an die Küsten

Wetter Schleswig-Holstein „Finchen“ zieht Gäste an die Küsten

„Schietwetter“, Stürme und kalte Tage: Wetterkapriolen waren bislang an Nord- und Ostsee angesagt. Über strahlend blauen Himmel und Sonnenschein freuen sich jetzt Badegäste und Tourismusbranche.

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Das gute Wetter lockt die Touristen in Schleswig-Holstein wieder an die Strände.

Quelle: Bodo Marks/ Archiv/ dpa

Kiel/Hamburg. Die Rückkehr des Sommers sorgt für fröhliche Gesichter an Nord- und Ostsee. Rechtzeitig zum Ferienbeginn in Bayern und Baden-Württemberg am vergangenen Wochenende verwöhnt Hoch „Finchen“ die sonnenhungrigen Menschen in Norddeutschland. Nach dem „Schietwetter“ der vergangenen Woche locken strahlend blauer Himmel und Sonnenschein wieder zu Spaziergängen ins Freie und an die Strände. „Das bringt viele Tagesgäste zu uns“, freute sich die Tourismusbranche an der Küste.

„Angenehm voll“ sei es am Strand von Kampen auf Sylt, berichtete Greg Baber, Abteilungsleiter Strand bei der Gemeinde Kampen. Denn auch auf Sylt spiele das Wetter immer eine große Rolle. Stimmt die Wetterlage, dann seien die Menschen „gierig auf Strand“, sagte Baber. Die Situation am Montag bewertete er als perfekt: Sonne, blauer Himmel, leichter Wind. Die kalten Tage der Vergangenheit, Stürme — „alles vergessen“.

Im Ostseebad Lübeck-Travemünde tummelten sich am Montag ebenfalls die Urlauber nach dem herbstlich anmutenden Wetter der vergangenen Woche am Strand. „Bei uns herrscht Aufbruchstimmung, die Menschen strömen ans Wasser“, sagte der Leiter des Travemünder Kurbetriebs, Uwe Kirchhoff. „In der vorigen Woche seien die Gäste in Museen und Schwimmbäder ausgewichen, jetzt zieht es sie wieder mit Strandtaschen und Bollerwagen ans Wasser“, sagte Kirchhoff.

Ähnliche Szenen schilderte auch der Tourismuschef von Grömitz im Kreis Ostholstein, Olaf Dose-Mielkley. „Am Strand geht es heute quirlig zu. Schon heute Morgen um acht Uhr waren die ersten Schwimmer im Wasser“, sagte er. In Grömitz waren am Sonntag erstmals in dieser Saison alle 3100 Strandkörbe ausgebucht, sagte Dose-Mielkley. Er würde dem bisherigen Saisonverlauf die Note zwei geben. „In der vorigen Woche hat die Saison mal Pause gemacht, aber der Wetterwechsel ist eben typisch norddeutsch“, sagt er.

Der Wetterumschwung hat am Wochenende neben den Tagesgästen auch viele Spontanurlauber an die Küste gezogen. „Am Sonntag war es im Ort rappelvoll. Die Parkplätze waren voll und die Quartiere sind es beinahe auch“, sagte der Tourismuschef von Timmendorfer Strand, Joachim Nitz. „Aber heute ist ein absoluter Traumtag“, sagte er. Der Strand sei voll, „aber nicht zu voll“, und im Wasser gebe es keine Quallen, keine Algen. „Was will man mehr“, meinte Nitz.

Nicht nur an den Küsten trieb das gute Wetter die Menschen ins Freie. So war beispielsweise der Wanderweg rund um die Hamburger Außenalster gut besucht. In der Kieler Bucht dümpelten am Montag viele Sportboote vor dem Strand von Laboe.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdiensts können Besucher in Küstennähe für den Rest der Woche mit meist Temperaturen von rund 25 Grad rechnen. Es gebe nur sehr vereinzelte Schauer und Gewitter, hieß es.

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