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Interesse an Cannabis als Medizin steigt

Schleswig-Holstein Interesse an Cannabis als Medizin steigt

Seit einer Gesetzesänderung können sich Schwerkranke vom Arzt Cannabis verordnen lassen. Auch eine Erstattung durch die Krankenkasse ist möglich. Die Zahl der Anträge wächst - aber nicht alle werden genehmigt.

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Das Interesse an Cannabis als Arzneimittel steigt.

Quelle: Oliver Berg/dpa

Kiel. Patienten fragen in Schleswig-Holstein verstärkt nach Cannabis als Medizin. „Wir gehen davon aus, dass derzeit rund 100 Menschen im Land mit Cannabis-Produkten behandelt werden“, sagte der Geschäftsführer der Apothekerkammer, Frank Jaschkowski. Vor der Gesetzesänderung habe es nur vereinzelte Fälle im Norden gegeben.

Deutlicher Schub der Anträge

Eine ähnliche Entwicklung hat in den vergangenen Monaten die Barmer Ersatzkasse beobachtet. „Nach der Gesetzesänderung hat es einen deutlichen Schub an Anträgen gegeben“, sagte Barmer-Sprecher Wolfgang Klink. Bis Ende Juni gab es bei der Krankenkasse 51 entsprechende Anträge, von denen 40 genehmigt wurden. Konkrete Vergleichszahlen konnte der Sprecher zwar nicht nennen. Es habe vor der Änderung jedoch deutlich weniger Fälle gegeben.

Noch keine belastbaren Zahlen für Schleswig-Holstein

Nach Angaben des Verbandes der Ersatzkassen (vdek) gibt es noch keine belastbaren landesweiten Zahlen für Schleswig-Holstein. Die werde es frühestens nach Quartalsende im Oktober geben, sagte ein Sprecher.

Seit März haben gesetzlich Krankenversicherte einen Anspruch darauf, dass ihre Kasse unter bestimmten Voraussetzungen die Kosten für Medikamente auf Cannabis-Basis übernimmt. Damit soll der Schmerz schwer kranker Menschen besser gelindert werden. Zuvor mussten die Patienten eine Erlaubnis beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte einholen.

Von KN-online

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