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Muschelfischer erhalten Gütesiegel MSC

Schleswig-Holstein Muschelfischer erhalten Gütesiegel MSC

MSC-Gütesiegel für nachhaltige Fischerei für Schleswig-Holsteins Muschelfischer: In Kiel wird die Zertifizierung überreicht. Minister Robert Habeck hatte sich dafür eingesetzt, nachdem im vergangenen Jahre Eckpunkte für die Muschelfischerei im Wattenmeer gefunden wurden.

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Grundlage für die Zertifizierung ist eine Vereinbarung zur künftigen Miesmuschelnutzung im Nationalpark Wattenmeer.

Quelle: Christian Charisius/dpa

Kiel. Schleswig-Holsteins Muschelfischer können ihre Ware künftig mit dem MSC-Gütesiegel für nachhaltige Fischerei auszeichnen. Bei der Zertifizierung am Dienstag in Kiel wird neben Vertretern vom Marine Stewardship Council (MSC) auch Umwelt- und Fischereiminister Robert Habeck (Grüne) teilnehmen, der sich für die Einstufung stark gemacht hatte. Der MSC ist nach eigenen Angaben eine internationale, unabhängige und gemeinnützige Organisation.

Grundlage für die Zertifizierung ist eine Vereinbarung zur künftigen Miesmuschelnutzung im Nationalpark Wattenmeer. Im vergangenen Jahr hatten sich Habeck, Naturschutzverbände und Vertreter der Muschelfischerei auf gemeinsame Eckpunkte geeinigt. Habeck würdigte die Vereinbarung als Basis für eine naturverträgliche Miesmuschelkulturwirtschaft, die den Anforderungen aus europäischem und nationalem Fischerei- und Naturschutzrecht entspreche.

Kulturfläche wird reduziert

Die Eckpunkte sehen vor, dass die Kulturfläche, auf der die Muschelfischer wirtschaften, von 2000 Hektar auf 1700 Hektar reduziert wird. Davon dürfen bis zu 250 Hektar für Saatmuschel-Gewinnungsanlagen genutzt werden, also für die Installation von Netzen, an denen sich junge Muscheln ansiedeln und aufwachsen können, bis sie auf die Kulturflächen gebracht werden. Die Fischerei auf wild lebende junge Besatzmuscheln wird dafür eingeschränkt.

Die Vereinbarung soll für die nächsten 15 Jahre Grundlage der Zusammenarbeit zwischen Muschelfischerei und Naturschutz sein. Peter Ewaldsen, Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft schleswig-holsteinischer Muschelfischer, hatte von einem nicht leicht gefallenen Kompromiss gesprochen. Die Einigung gebe aber eine langfristige Perspektive für die Muschelkulturwirtschaft im Nationalpark.

Erntemengen von Muscheln schwanken

Die Erntemengen schwankten nach Angaben des Ministeriums in den vergangenen zehn Jahren aufgrund der unterschiedlichen Verfügbarkeit von Besatzmuscheln für die Kulturen zwischen 0 und fast 13000 Tonnen. 2015 wurden rund 6000 Tonnen angelandet. Die Muschelfischer hofften durch den vermehrten Einsatz von Saatmuschelgewinnungsanlagen zukünftig auf eine Verstetigung der Erträge, sagte ein Ministeriumssprecher.

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