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In Schleswig-Holstein leben die Glücklichsten

Glücksatlas In Schleswig-Holstein leben die Glücklichsten

Schleswig-Holstein behauptet seine Spitzenposition als Bundesland mit den glücklichsten Einwohnern: Laut „Glücksatlas 2015“, der am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde, ist die Lebenszufriedenheit der Menschen im nördlichsten Bundesland mit 7,36 Punkten auf einer Skala von null bis zehn sogar gestiegen.

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Die Schleswig-Holsteiner sind die glücklichsten Deutschen. Das sagt der am Mittwoch veröffentlichte Glücksatlas.

Quelle: Martin Gerten/dpa

Kiel/Hamburg. Schlusslicht im Länder-Ranking ist Mecklenburg-Vorpommern: Das Nachbarland hat mit 6,67 Punkten Brandenburg als unglücklichstes Bundesland abgelöst.

Der jährlich im Auftrag der Deutschen Post herausgegebene Glücksindex basiert auf einer wissenschaftlichen Langzeitstudie, dem sogenannten sozio-ökonomischen Panel, sowie auf Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Infratest Dimap und des Allensbacher Instituts für Demoskopie. Als Indikatoren für die hohe Lebenszufriedenheit der Schleswig-Holsteiner, die in allen Bereichen über dem Bundesdurchschnitt liegt, nennen die Macher der Studie die Nähe zu Dänemark, dem glücklichsten Land der Welt, die regionale Attraktivität, aber auch die niedrige Pflegequote.

Glücksursachen bleiben unbekannt

Was die Menschen konkret glücklich oder unglücklich macht, geht aus der Untersuchung nicht hervor. Besonders zufrieden sind die Schleswig-Holsteiner ganz allgemein mit ihrer Arbeit (6,99 Punkte) sowie den Bereichen Wohnen und Freizeit (7,70 Punkte). Die Tatsache, dass die Arbeitslosenquote und das Einkommen in Schleswig-Holsteiner nur im Mittelfeld liegen, scheint dem Glücksgefühl dabei keinen Abbruch zu tun.

Politiker, Tourismusexperten und Glücksforscher im Land zeigten sich am Mittwoch nicht überrascht von Schleswig-Holsteins Glücksgewinn. „Unser Land bietet eine hohe Lebensqualität, schöne Natur, viel Kultur und Mitmenschen, auf die man sich verlassen kann. Es macht mich als Ministerpräsident stolz, dass die Menschen sehr gerne in Schleswig-Holstein leben und arbeiten und so ihr Glück finden“, sagte Ministerpräsident Torsten Albig (SPD). Andrea Gastager, Geschäftsführerin der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (Tash), betonte mit Blick auf die Imagekampagne „Glückswachstumsgebiet“, dass man auf dem richtigen Weg sei. „Das Prinzip der Initiative, Glück erforschen und Glück teilen, funktioniert deshalb so gut.“

Gibt es etwa ein Glücks-Gen?

Glücksforscher Prof. Uwe Jensen vom Institut für Statistik und Ökonometrie der Kieler Universität hält einen gewissen Gen-Effekt für möglich: „Die nordischen Länder sind im europäischen Vergleich am zufriedensten, da gibt es eventuell einen gemeinsamen Genpool.“ Auch die Gelassenheit und Gemütlichkeit des Nordens könnte zum Glück der Schleswig-Holsteiner beitragen. Mit Baden belegt erstmals eine südliche Region den zweiten Platz. 2014 Jahr hatte Hamburg noch die Nase vorn. „Die Korrelation zwischen Nordseeluft und Glück ist jetzt gebrochen“, folgert Studienleiter Bernd Raffelhüschen von der Universität Freiburg.

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Ein Artikel von
Carola Jeschke
Lokalredaktion Kiel/SH

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Eigentlich haben wir es ja schon gewusst: In Schleswig-Holstein lässt es sich prima leben. Die Menschen meckern nicht, auch wenn es mal nicht so rund läuft. Für sie ist das Glas meistens halbvoll. Das haben wir jetzt zum dritten Mal schwarz auf weiß: Unsere Glückskurve geht steil nach oben.

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