18 ° / 14 ° wolkig

Navigation:
Land will Sportstätten in Schuss bringen

Millionen-Programm Land will Sportstätten in Schuss bringen

Das Land will die maroden Sportstätten in Schleswig-Holstein in den nächsten zehn Jahren sanieren. Das geht aus einem internen Strategiepapier von Innenminister Stefan Studt (SPD) hervor, das den Kieler Nachrichten vorliegt.

Voriger Artikel
Schießerei im Rockermilieu - drei Verletzte
Nächster Artikel
Gericht beschäftigt sich erneut mit Fall von 1981

Mit den Gesamtmitteln ließen sich die Sportstätten zumindest auf dem Papier in einem Jahrzehnt in Schuss bringen.

Quelle: Torsten Müller (Symbolfoto)

Kiel. Studt, der auch für den Sport zuständig ist, bestätigte die Pläne auf Nachfrage. „Wir wollen den großen Sanierungsstau bei den Sportstätten abbauen und dafür mehr Geld bereitstellen als bisher.“

 Im Visier hat Studt laut des Strategiepapiers insbesondere die 2700 kommunalen Sportstätten, also die Hallen und Plätze, die von Städten und Gemeinden betrieben werden. Die Sanierungskosten werden allein in diesem Bereich auf 55 Millionen Euro veranschlagt. Der Plan: Das Land stockt seine jährlichen Fördermittel auf (um 0,75 auf 2,75 Millionen Euro) und bietet den Kommunen erstmals eine hälftige Finanzierung auch größerer Projekte an. Mit den Gesamtmitteln (5,5 Millionen im Jahr) ließen sich die Sportstätten zumindest auf dem Papier in einem Jahrzehnt in Schuss bringen.

 Mehr Geld will das Land auch in die 950 Sportstätten stecken, die von den Vereinen betrieben werden. Dafür soll der Investitionszuschuss an den Landessportverband (LSV) erhöht werden (um 0,8 auf 2,9 Millionen Euro jährlich). Ziel ist, den Sanierungsstau bei den Vereinshallen und -plätzen (grob geschätzt 15 Millionen Euro) schnellstmöglich abzubauen. Wie das Land die Mehrkosten in Millionenhöhe finanzieren will, ist noch unklar. Studt zeigte sich auf Anfrage aber zuversichtlich, dass die Runderneuerung der Sportstätten im nächsten Jahr anlaufen kann.

 Vorher müssen Kommunen und LSV allerdings noch ihre Hausaufgaben machen und gemeinsam mit dem Land einen „Masterplan Sportstätten“ aufstellen. Er soll einen Zeitplan für alle Projekte enthalten, also klar machen, welche Halle sofort und welche erst später in Ordnung gebracht wird. Bereits beschlossen ist ein weiteres Sportprojekt. So soll der LSV künftig für Flüchtlingsprojekte doppelt so viel Geld erhalten wie bisher, nämlich in den nächsten beiden Jahren je 400000 Euro.

 Mit dem Strategiepapier reagiert die Regierung im Sportbereich auch auf Forderungen der Opposition. Die CDU hatte in den vergangenen Jahren mit Blick auf den Verfall der Sport-Infrastruktur in Schleswig-Holstein stets mehr Landeshilfe angemahnt. Unbestritten ist, dass der Sport in Schleswig-Holstein eine große Bedeutung hat. In den 2600 Vereinen sind 785000 Menschen organisiert. Das ist mehr als jeder vierte Schleswig-Holsteiner. Und: In den Sportvereinen engagieren sich mehr als 50000 Menschen ehrenamtlich, so viele wie in keinem anderen Gesellschaftsbereich.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

KN-KSV-Liveticker

Verfolgen Sie alle Spiele von Holstein Kiel im KN-KSV-Liveticker.

Anzeige
ANZEIGE
Mehr aus Nachrichten: Schleswig-Holstein 2/3