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Auszeichnung für zwei junge KN-Reporter

Journalistenpreis Auszeichnung für zwei junge KN-Reporter

In der Industrie- und Handelskammer zu Kiel verliehen der Deutsche Journalistenverband Schleswig-Holstein und der Kieler Presse-Klub am Freitag den neuen, dotierten Schleswig-Holsteinischen Journalistenpreis unter dem Motto „Integration in Schleswig-Holstein“. Der Nachwuchspreis ging an zwei Online-Redakteure der Kieler Nachrichten.

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Stolze Sieger: Der Nachwuchspreis ging an Niklas Wieczorek (27) und Kathrin Mansfeld (30) von den Kieler Nachrichten. Die beiden Online-Redakteure überzeugten die Jury mit einer multimedial aufbereiteten Geschichte über einen Flüchtling.

Quelle: Frank Peter

Kiel. 36 Journalisten hatten ihre Beiträge eingereicht. „Diese überwältigende Resonanz bestätigt uns in der Idee, einen Journalistenpreis für Schleswig-Holstein zu etablieren“, sagte Reinhardt Hassenstein, Vorsitzender des Kieler Presse-Klubs. Als Siegerin wurde Katrin Bohlmann für die Hörfunk-Reportage „Schulalltag mit Flüchtlingskindern in Schleswig-Holstein“ ausgezeichnet, für die die NDR-Journalistin drei Kinder aus dem Irak in einer Schule in Ostholstein beim Alltag begleitete. Die Jury würdigte die „besonders gelungene Verbindung aus Fakten und Emotionen.“ Den zweiten Preis erhielt Wolfram Hammer, Landeshauskorrespondent der „Lübecker Nachrichten“, für die Reportage „Wie haben die Flüchtlinge Boostedt verändert“.

Bei der Preisverleihung betonte Stephan Richter, Ex-Chefredakteur des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages, die Bedeutung von Qualitätsjournalismus und kritisierte den Umgang der Medienhäuser mit dem Internet. Journalistische Prinzipien gingen im Netz häufig verloren. Qualität dürfe man nicht an Klickzahlen messen, so Richter.

Ein gutes Beispiel kam von den Kieler Nachrichten

Ein Beispiel für sehr guten Online-Journalismus lieferten Kathrin Mansfeld (30) und Niklas Wieczorek (27) mit ihrem Beitrag „Auf dem langen Weg der Integration“, für den die Online-Redakteure der KN den Nachwuchspreis erhielten. Noch als Volontäre hatten sie die Multimedia-Reportage erarbeitet, in der sie den Weg eines Asylbewerbers aus dem Jemen beschrieben, der sich als Elektronik-Azubi auf ein Leben in Deutschland freut, aber Angst vor der Ablehnung seines Asylantrages hat. Sie besuchten Aeman Alatab bei der Arbeit in Westerrönfeld, nahmen sich viel Zeit für die Recherche und bereiteten das Thema in Text, Video und Grafiken auf.

„Arbeit gilt als Integrationsfaktor Nummer Eins. Wir haben uns gefragt, wo es hapert“, sagte Niklas Wieczorek. „Wir wollten dem Vorurteil, dass Flüchtlinge Deutschen die Arbeit wegnehmen, Information entgegensetzen“, ergänzte Kathrin Mansfeld. Auch fachlich sei das Projekt lehrreich gewesen. „Was die Online-Tools angeht, war es eine Spielwiese.“ Chefredakteur Christian Longardt lobte: „Die beiden haben die Möglichkeiten einer Multimedia-Reportage hervorragend genutzt.“

Hier finden Sie die Reportage zum Nachlesen.

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Foto: Integrationsfaktor Ausbildung: Elektrikermeister Dennis Kittel (rechts) und Aeman Alatab vor der Werkbank.

Viele Flüchtlinge in Deutschland wollen sich integrieren und möglichst schnell auf eigenen Beinen stehen. Doch an eine Stelle zu kommen, ist fast unmöglich. Selbst die Unternehmen müssen dafür Risiken in Kauf nehmen, wie ein Beispiel aus Westerrönfeld zeigt.

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