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Wäldern geht es wieder besser

Zustandsbericht 2015 Wäldern geht es wieder besser

Der Zustand der Wälder zwischen Nord- und Ostsee hat sich weiter stabilisiert. Das ist das Ergebnis des Waldzustandsberichts 2015. Es gibt aber weiter Sorgenkinder.

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Quelle: dpa

Kiel. Der Gesundheitszustand von Schleswig-Holsteins Wäldern hat sich weiter verbessert. Laut dem am Mittwoch vorgestellten Waldzustandsbericht hat er sich im Laufe der vergangenen Jahre stabilisiert. „Wald hat ökonomische, ökologische und soziale Funktionen gleichermaßen“, sagte Umweltminister Robert Habeck (Grüne). Schleswig-Holstein gehört mit einem Anteil von elf Prozent zu den waldärmsten Bundesländern.

Experten lesen den Zustand der Wälder im Wesentlichen an der sogenannten mittleren Kronenverlichtung ab. Sie gilt als Indikator für den Gesundheitszustand der Bäume. Während die Bäume im Norden 2004 im Schnitt noch fast 25 Prozent der Nadeln und Blätter verloren, waren es 2015 nur noch 16 Prozent, wie aus dem Bericht hervorgeht. Das entspricht dem Niveau der Vorjahre seit 2012.

Insgesamt weisen die älteren, mehr als 60 Jahre alten Waldbestände mit 21 Prozent eine mehr als doppelt so hohe Kronenverlichtung auf jüngere Wälder (neun Prozent). Über alle Baumarten und Alter hinweg wiesen in diesem Jahr 1,8 Prozent der Bäume starke Schäden auf.

Sorgen bereiten den Experten vor allem Buchen und Eichen. Ihre Kronen verlichteten sich seit 1983 deutlich. Bei den älteren Buchen gibt es in den vergangenen Jahren starke Schwankungen. In diesem Jahr lag der Indikator bei 23 Prozent. 2000 und 2004 waren mit jeweils 38 Prozent die Höchstwerte ermittelt worden.

Den Eichen setzen in Mitteleuropa Schmetterlingsarten zu, deren blattfressende Raupen erhebliche Schäden verursachen. Nach Ministeriumsangaben „gehören zu dieser Eichenfraßgesellschaft insbesondere Schwammspinner, Eichenwickler sowie Kleiner und Großer Frostspanner“. In diesem Jahr gab es aber gute Nachrichten. Die Experten beobachteten weniger Schäden durch Insektenfraß: Lediglich ein Prozent der älteren Eichen wiesen mittlere und starke Fraßschäden auf.

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