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Sperrung wegen brennender Jacht

Schleuse Brunsbüttel Sperrung wegen brennender Jacht

Feueralarm auf dem Kanal. Gegen 14.30 Uhr am Freitag war es in der Zufahrt zur Brunsbütteler Nordschleuse zu einem Feuer auf einer MotSegeljacht gekommen. Der Schleusenbetrieb in der einzigen einsatzbereiten großen Schleuse in Brunsbüttel musste eingestellt werden. Über eine Stunde ging nichts mehr.

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Die Schleuse in Brunsbüttel ist wegen einer brennenden Jacht gesperrt worden.

Quelle: Frank Behling

Brunsbüttel. „Wir haben den Schleusenbetrieb aus Sicherheitsgründen einstellen lassen, bis die Jacht aus der Zufahrt geborgen werden konnte“, sagte Thomas Fischer. Ursache des Feuers war nach ersten Angaben ein technischer Defekt an der Maschine. Erst gegen 15.30 Uhr hatte der Schlepper „Luchs“ die Jacht zusammen mit dem Polizeiboot „Vossbrook“ abgeschleppt und in den Betriebshof des Wasser- und Schifffahrtsamtes Brunsbüttel geschleppt. 33 Feuerwehrleute hatten den Brand unter Kontrolle gebracht. An dem Schleusentor entstand kein Schaden.

Zum Glück, denn das Wasser- und Schifffahrtsamt Brunsbüttel hat zur Zeit kein Reservetor mehr. Das im Januar bei einer Kollision durch das Offshore-Spzielschiff „Red7 Alliance“ schwer getroffenen Tor liegt im Betriebshafen des Amtes und wird dort gerade repariert. Das im März durch den Frachter „Saint George“ schwer beschädigte Schleusentor der Nordschleuse wird mit Hochdruck in Hamburg repariert. „Es macht gute Fortschritte“, so Fischer. Techniker der Werft Blohm + Voss mussten jetzt große Teile des Schleusentores heraustrennen. Das 1300 Tonnen schwere Schiebetor liegt zur Zeit noch entkernt hoch und trocken im Schwimmdock. Das Tor hat eine große, klaffende Öffnung in der Mitte.

Die Konstruktion für die einzubauenden Sektionen werden bei Blohm + Voss im Sommer neu angefertigt. Diese Fertigung sei aufwändig und zeitraubend, weil alle Elemente dieser Konstruktion genietet werden müssen, heißt es. Ursache: Das Schleusentor wurde vor über 100 Jahren gebaut und verfügt deshalb über ganz andere Verbindungselemente als moderne Stahlkonstruktionen. „Das braucht eben seine Zeit. Wenn die Arbeiten wie geplant weitergehen, werden wir im Oktober beide Schleusentore wieder zur Verfügung haben“, so Fischer. Danach müssen die Torbahnen noch gespült und überprüft werden, so dass im November in Brunsbüttel alle vier Schleusenkammern wieder einsatzbereit sind. „Wenn das getan wurde, dann haben wir ein paar Jahre Ruhe“, sagte Fischer.

Die Initiative Kiel Canal hatte ihre Forderung nach dem zügigen Bau von neuen Schleusentoren gerade erneuert. Nur der Bau von Schleusentoren sowie von einem eigenen Trockendock in Brunsbüttel kann die langen Wartezeiten bei den Reparaturen der Schleusentore verringern, forderte Jens-Broder Knudsen von der Initiative.

Ein kleines Wunder haben die Techniker des Wasser- und Schifffahrtsamtes Kiel-Holtenau in dieser Woche vollbracht. Wie berichtet, war auch in Kiel-Holtenau eine größere Reparatur fällig. In der Nordschleuse musste ein Schleusentor ausgebaut werden. Da auch die Torunterwagen sowie ein Träger getauscht werden mussten, war zunächst eine Sperrzeit der Schleuse von bis zu fünf Tagen geplant gewesen. Wie das Wasser- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau mitteilte, konnten die Arbeiten aber so zügig ausgeführt werden, dass die große Nordschleuse bereits nach drei Tagen wieder für den Schiffsverkehr freigegeben werden konnte. Durch die Havarie in Brunsbüttel gab es gestern aber zum Teil dennoch wieder Wartezeiten von bis zu fünf Stunden für Schiffe auf der Elbe.

Bei der Verkehrstechnik gibt es in Kiel seit ein paar Tagen auch eine Neuerung. Die mehr als 40 Jahre alten Signalmasten auf der Schleuseninsel wurden erneuert. Techniker haben zwei Masten mit neuen Leuchten installiert. Während die alten Masten noch drei Gruppen mit Signalleuchten benötigten, haben die neuen Masten nur noch zwei Elemente. Wie das Amt mitteilte, gibt es bei den Signalstellungen keinen Fall, bei dem drei Lichter gleichzeitig geschaltet werden. Dafür leuchten die neuen Lampen klarer als die alten.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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