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ADAC: Gute Noten für Landesregierung

Schulnote 2-3 ADAC: Gute Noten für Landesregierung

Wenige Wochen vor der Landtagsahl hat der ADAC Schleswig-Holstein Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) gute Noten erteilt. Der neue Vorsitzende Gerhard Hillebrand kritisierte allerdings, dass es beim Straßenausbau und Verkehrssicherheit sowie im Tourismus Verbesserungsbedarf gebe.

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Quelle: Frank Peter

Kiel. "Was mit den vorhandenen Mitteln umgesetzt wurde, ist nicht schlecht", sagte Hillebrand am Donnerstag in Kiel. "Das kann man auf keinen Fall als mangelhaft bezeichnen." Ja, auch in Schleswig-Holstein gebe es Verkehrsstaus. "Aber nicht ständig." Er jedenfalls, im Hauptberuf Rechtsanwalt mit Sitz in Neumünster, komme an den meisten Tagen über die A7 ordnungsgemäß und in angemessener Zeit nach Hamburg und zurück.

Gleichwohl stellt der ADAC für die künftige Regierung einen Forderungskatalog. Ob das angesichts der sonst guten Gesamtnote für die Landesverkehrspolitik nicht Klagen auf hohem Niveau sei? "Es ist das Niveau, das die Autofahrer erwarten", sagte der Landesvorsitzende. Der ADAC hat aktuell 587000 Mitglieder in Schleswig-Holstein, in ganz Deutschland sind es 19,7 Millionen.

Der Automobilclub fordert unter anderem, beim weiteren Ausbau der A7 oberste Priorität auf einen sechsspurigen Ausbau der Rader Hochbrücke zu legen, die A20 endlich weiterzubauen und die Kosten für eine Fehmarnbeltquerung transparent zu kalkulieren. Keinesfalls dürften dafür Mittel umgewidmet werden, die für andere Verkehrsprojekte vorgesehen sind. Der Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr müsse personell aufgestockt werden, um mehr Planer zur Verfügung zu haben. Man solle aus den positiven Erfahrungen einer Partnerschaft zwischen öffentlicher Hand und privaten Unternehmen, wie sie auf der A7 zusammenarbeiten, unbedingt lernen und auf andere Vorhaben übertragen. Und: Angesichts der Bedeutung, die der Tourismus für die Wirtschaft im Norden hat, solle sich das Land für eine Reduzierung, wenn nicht sogar einen Wegfall der Kurtaxen einsetzen. "Kurtaxen machen den Urlaub in Schleswig-Holstein unnötig teuer."

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Ein Artikel von
Christian Hiersemenzel
Landeshaus-Korrespondent

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