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Sven Picker übergibt an Wolfgang Schneider

Sozialverband Schleswig-Holstein Sven Picker übergibt an Wolfgang Schneider

Nach 20 Jahren hat Sven Picker nicht mehr als Landesvorsitzender des Sozialverbandes Schleswig-Holstein kandidiert. Zu seinem Nachfolger wählten die Delegierten in Damp einstimmig den (noch) amtierenden Bürgermeister von Preetz, Wolfgang Schneider. Neben personellen Neuerungen stand auch eine Abrechnung mit der Bundessozialpolitik auf dem Programm.  

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Sven Picker (li.) übergibt das SoVD-Steuerrad an Wolfgang Schneider.

Quelle: SoVD/Guido Bauer

Damp. Der Sozialverband SoVD verfolge die sozialpolitische Entwicklung in Deutschland mit Sorge, heißt es in der Damper Erklärung der Delegierten. „Der Wirtschaftsaufschwung geht an vielen Menschen vorbei. Große Teile der Bevölkerung leben heute schlechter als noch vor ein paar Jahren. Die Zunahme von Niedriglohnbeschäftigung und unsteten Erwerbsverläufen wird in Zukunft zu einer verstärkten Altersarmut führen.“  

Sven Picker forderte deshalb, die gesetzliche Rentenversicherung zu einer Erwerbstätigenversicherung auszubauen: „Es muss eine Mindestsicherung für Versicherte geben, die über viele Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt, aber nur unterdurchschnittlich verdient haben. Die Abschläge bei Erwerbsminderungsrenten müssen abgeschafft werden, damit krankheits- und behinderungsbedingte Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit nicht zu einem Armutsrisiko werden.“

Damit auch Menschen mit einer Behinderung der Altersarmut entgehen, fordert die Damper Erklärung, dass „private und öffentliche Arbeitgeber ihrer gesellschaftlichen Verantwortung für die Ausbildung und Beschäftigung behinderter Menschen mehr als bisher gerecht werden.“

Der SoVD Schleswig-Holstein vertritt 130000 Mitglieder im Land. Unter der Führung von Sven Picker hat sich die Zahl der Mitglieder damit verdoppelt. Auf eigenen Wunsch wird der Landesvorsitzende nun entlastet. Der Kieler wird künftig aber als Stellvertreter weiter für eine Verbandsarbeit der klaren Worte aktiv sein. Ebenfalls zu Stellvertretern wurden Jutta Kühl aus Kiel und Dr. Michael Neumann, Präsident a.D. des Sozialgerichtes Schleswig, gewählt. Karin Oswald schied auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand aus. Neuer Landeschatzmeister ist Horst Gundlach, ehemaliger Prokurist der evangelischen Bank in Kiel. Sein Vorgänger Emil Manzewski, der dem Sozialverband seit 68 Jahren angehört und vielen noch aus dem Bürgeramt Kiel bekannt ist, wurde von den Delegierten zum Ehrenlandeschatzmeister ernannt. Neue Landesfrauensprecherin ist Gudrun Karp aus Ascheberg, Landesschriftführer Astrid Kosiolek aus Schwarzenbek.  

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Ein Artikel von
Heike Stüben
Lokalredaktion Kiel/SH

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