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Spargelsaison startet etwas verspätet

Kälte im Norden Spargelsaison startet etwas verspätet

Schleswig-Holsteins Spargelsaison ist am Dienstag in Alt Mölln im Kreis Herzogtum Lauenburg offiziell eröffnet worden. Den niedrigen Temperaturen zum Trotz wird in Norddeutschland auf einzelnen Betrieben bereits die weiße Köstlichkeit gestochen.

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Die neue Spargelherzogin Elin I. steht in Alt-Mölln auf einem Spargelfeld. Auf dem Hof Rosen wurde offiziell die Spargelsaison im Norden eröffnet.

Quelle: Carsten Rehder/dpa

Alt Mölln. Nächste Woche könne auf den meisten Flächen geerntet werden, sagte Thomas Hanf von der Landwirtschaftskammer.

Wie sich das Angebot in der Saison entwickeln werde, hänge maßgeblich von der Temperatur ab, sagte der Präsident der Landwirtschaftskammer, Claus Heller. „Der April war sehr kühl, so dass die Saison leicht verspätet mit noch kleinen Mengen startete.“ Bodenfrost habe an manchen Stellen die Spargeltriebe zerstört, wegen der Frostschäden seien die Stangen zum Teil nicht mehr zum Verkauf geeignet gewesen.

Spargel braucht Temperaturen um die zwölf Grad, um zu wachsen. Möglich werde das durch riesige Plastikplanen, mit denen viele Spargelbauern ihre Felder schützen, sagte Kammersprecherin Daniela Rixen. Die sogenannten Tunnelfolien bewahren die empfindlichen Pflanzen vor dem Aprilwetter und den zum Teil bitterkalten Nächten. Unter der Plastikhaube können den Angaben zufolge bei Sonnenschein zum Teil mediterrane Temperaturen herrschen.

Die Haupternte in Schleswig-Holstein werde aber erst im Mai beginnen. „Dann steht den Verbrauchern überall im Lande das königliche Gemüse aus regionaler Erzeugung zur Verfügung“, sagte Rixen. In Schleswig-Holstein produzieren rund 60 Betriebe auf 400 Hektar vorwiegend weißen Spargel. Sie setzen zu 95 Prozent Tunnelfolien ein und ernten insgesamt rund 1600 Tonnen Spargel; das entspricht rund 32 Millionen Stangen.

„Heimischer Spargel ist von der Qualität nicht mit Ware aus Übersee zu vergleichen, die gerade zu Beginn der Saison oft zu Dumpingpreisen angeboten wird“, betonte Kammerpräsident Heller. Das Herzogtum Lauenburg ist den Angaben zufolge das größte Spargelanbaugebiet Schleswig-Holsteins. In Deutschland wächst Spargel auf ungefähr 20 000 Hektar. Bedeutende Anbauregionen gibt es in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Brandenburg, Baden-Württemberg und Bayern. Die Spargelsaison endet traditionell am Johannistag, dem 24. Juni.

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Deutsche Presse-Agentur dpa

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